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Lichtfeld-Kamera soll Fotografie revolutionieren

20.10.2011 | 18:33 Uhr |

Eine neue Technologie soll es künftig ermöglichen, geschossene Bilder auch nach der eigentlichen Aufnahme noch scharfstellen zu können.

Die US-amerikanische Firma Lytro verspricht eine revolutionäre Neuerung in der Fotografie: Mit der Anfang 2012 erhältlichen Kamera soll es möglich werden, Bilder nachträglich auf unterschiedliche Objekte zu fokussieren. Damit ließe sich auch nach der eigentlichen Fotoaufnahme noch entscheiden, ob der Vorder- oder der Hintergrund scharf gestellt werden sollen.

Zur Umsetzung der sogenannten Lichtfeld-Fotografie setzt Lytro auf ein spezielles Ojektiv, das aus sehr vielen Mikro-Linsen besteht. Diese können deutlich mehr Licht einfangen als klassische Kameralinsen, fast als würde man mehrere Kameras auf engstem Raum platzieren. Die Bearbeitung der Bildinformationen erfolgt mit einer extra dafür entwickelten Software. Diese kann die unterschiedlichen Schärfeebenen gezielt auswählen und auf das geschossene Bild anwenden.

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Die äußere Anmutung der Lytro-Kameras entspricht nicht der von klassischen Fotoapparaten. Die Geräte ähneln eher einer Taschenlampe. Neben dem Touchscreen finden sich zudem nur zwei Knöpfe auf der Kamera: der Auslöser und ein Zoom-Regler. Das günstigste Lytro-Modell mit 8 Gigabyte Speicherplatz soll für 399 US-Dollar angeboten werden, eine Version mit 16 Gigabyte schlägt mit 499 US-Dollar zu Buche.

Auf einer Demo-Website  können potenzielle Käufer mit dem Effekt experimentieren und unterschiedliche Bereiche der vorgefertigten Fotos scharfstellen.

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