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Helium-Festplatten von Western Digital sollen bessere Performance bieten

15.09.2012 | 05:16 Uhr |

Western Digital will seine Festplatten künftig mit Helium füllen, um den Stromverbrauch der Datenträger zu senken.

Normalerweise bewegt sich die Scheibe einer Festplatte in einer staubfreien und mit Luft gefüllten Umgebung. Hersteller Western Digital will künftig auf Helium setzen, um die Performance seiner Festplatten weiter zu verbessern. Das Edelgas Helium verfügt im Vergleich zu Luft nur über ein Siebtel der Dichte, entsprechend müssen sowohl Lesekopf als auch die magnetische Scheibe des Datenträgers nicht mehr so stark gegen den Luftwiderstand ankämpfen.

Ein weiterer Nebeneffekt der kleineren Reibung ist eine geringer Temperatur der Festplatten. Die Reduzierung bei herkömmlichen Geräten mit 7200 Umdrehungen pro Minute soll im Bereich zwischen vier und fünf Grad Celsius liegen. Gleichzeitig verringert sich der Stromverbrauch der Festplatten um bis zu 23 Prozent.

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Zusätzlich wird es Technikern dadurch möglich sein, in Zukunft bis zu sieben Platten in einer Harddisk zu verbauen. Bislang lag das Limit bei fünf magnetischen Platten. Das Hauptproblem bei der Entwicklung war laut Western Digital die Gefahr, dass das Helium aus dem Gehäuse der Festplatte entweicht. Mit hermetisch abgeschlossenen Systemen konnte diese Schwachstelle nun ausgemerzt werden. Die ersten mit Helium gefüllten Festplatten werden für das nächste Jahr erwartet.

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