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Ingame Werbung für Mobiltelefone wird interessanter

Nachdem Werbung bereits in PC-und Konsolenspiele Einzug gefunden hat, werden künftig auch Mobiltelefone mit entsprechenden Botschaften ausgestattet werden.

Die IGA Worldwide entwickelt gemeinsam mit Exit Games Ingame Werbelösungen für Handyspiele, so wie es in PC- und Videospielen bereits realisiert wird. Unter Ingame Werbung wird eine Werbeform verstanden, welche Computerspiele für Produkte, Marken und Organisationen oder auch für Standpunkte als Werbeträger nutzt.

Nun ist diese Werbeform auch bis in das Handyspielebranche vorgedrungen. Dazu wird die von Exit Games stammende Managed-Service-Plattform für vernetzte Handy-Spiele Neutron mit der Radial Network der Ad-Serving-Plattform von IGA Worldwide verknüpft. Spielehersteller sind nun in der Lage, Handyspiele mit dynamisch aktualisierter In-Game-Werbung zu erstellen.

Durch ein entsprechendes Beratungsangebot wollen die beiden Unternehmen die neu erschlossene Werbeplattform der Öffentlichkeit nahe bringen und sich unter anderem für eine Standardisierung von mobilen Werbeformaten einsetzen sowie für die Erstellung von Mess- und Datenschutzrichtlinien, um die Akzeptanz in der Branche zu erhöhen.

Die Werbeindustrie ist gezwungen, im Zuge der Verschmelzung von Film und Videospiel als Werbeträger neue Wege zu gehen, um eine überwiegend männliche Zielgruppe zwischen 18 und 34 Jahren präzise zu erreichen. Mittlerweile hat der weltweite Umsatz der Spielebranche jenen der Kinoeinnahmen von Hollywood überholt. PC- und Videospiele werden damit für Werbetreibende zunehmend interessanter. Dazu kommt, dass Fernsehen und Presse die unter 30-jährigen Konsumenten immer weniger erreichen. Werbung soll in Zukunft für Hersteller von Computerspielen eine wichtige Einnahmequelle werden.

Wissenschaftler der Universität Augsburg fanden in einer aktuellen Studie heraus, dass Werbung auf dem Handy eine durchaus Erfolg versprechende Möglichkeit ist, seine Zielgruppe punktgenau zu erreichen. Funktionieren könne die mobile Werbung jedoch nur mit der Einwilligung des Empfängers. Und die werde am besten durch finanzielle Vorteile wie Coupons und Rabattgutscheine erreicht, so die Studie. "Für den Kunden muss ein klarer Nutzen ersichtlich sein, sonst empfindet er die mobile Werbebotschaft als Werbemüll", so Dietmar Wiedemann, Leiter der Studie.

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