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Preisanstieg übertrifft Verdienstzuwachs

08.10.2008 | 12:55 Uhr |

Weniger im Geldbeutel: Im zweiten Quartal 2008 stiegen die Verbraucherpreise im Durchschnitt stärker als die Gehälter. Das meldet das Statistische Bundesamt.

Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verdiente ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich im zweiten Quartal 2008 durchschnittlich brutto 3098 Euro im Monat, das waren 2,8 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2007. Der Verbraucherpreisindex stieg in diesem Zeitraum um 2,9 Prozent und damit um 0,1 Prozent-Punkte stärker als die Verdienste.

Den größten Verdienstanstieg im Vergleich zum Vorjahresquartal verzeichneten die Beschäftigten in der Energie- und Wasserversorgung mit 4,0 Prozent mehr. Am geringsten war der Zuwachs im Gastgewerbe mit 1,7 Prozent. Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer verdienten im produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich im zweiten Quartal 2008 durchschnittlich 18,35 Euro je Stunde. Dies waren 30,0 Prozent mehr als der Bruttostundenverdienst von Teilzeitbeschäftigten (14,12 Euro). Besonders groß war der Abstand in dem Wirtschaftszweig "Unternehmensnahe Dienstleistungen". Dort lag der Bruttostundenverdienst von Vollzeitbeschäftigten 51,8 Prozent über dem der Teilzeitbeschäftigten. Die geringsten Abstände wurden in den Wirtschaftszweigen Verkehr und Nachrichtenübermittlung (+5,0 Prozent) und Erziehung und Unterricht (+12,6 Prozent) festgestellt.

Ein Grund für die großen Verdienstabstände zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten sind ihre unterschiedlichen Qualifikationsniveaus. Während 11,0 Prozent der Vollzeitarbeitnehmer im zweiten Quartal 2008 in leitender Position - in der Regel mit Hochschulstudium - tätig waren, waren dies bei den Teilzeitbeschäftigten nur 4,9 Prozent. Der Anteil der Beschäftigten ohne Berufsausbildung lag bei den Vollzeitbeschäftigten mit 24,1% deutlich unter dem der Teilzeitbeschäftigten mit 39,4 Prozent.

Diese Ergebnisse stammen aus einer vierteljährliche Verdiensterhebung bei Betrieben im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung und ohne Beamte).

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