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Infineon und Toshiba: Deal geplatzt

18.12.2001 | 10:20 Uhr |

Der deutsche Halbleiter-Hersteller Infineon gab heute überraschend das Scheitern der Gespräche mit Toshiba bekannt. Die beiden Unternehmen wollten bei der Produktion von von DRAM-Speicherbausteinen kooperieren. Hierzu wollten sie ein Gemeinschaftsunternehmen für Speicherchips gründen, bei dem der deutsche Konzern die Mehrheit gehabt hätte.

Der deutsche Halbleiter-Hersteller Infineon gab heute überraschend das Scheitern der Gespräche mit Toshiba bekannt. Die beiden Unternehmen wollten bei der Produktion von von DRAM-Speicherbausteinen kooperieren. Hierzu wollten sie ein Gemeinschaftsunternehmen für Speicherchips gründen, bei dem der deutsche Konzern die Mehrheit gehabt hätte.

Infineon und die Halbleitersparte von Toshiba waren sich Medienberichten zufolge im Wesentlichen bereits einig gewesen. Sowohl Infineon wie auch Toshiba kamen nun aber zu der Erkenntnis , dass "keine der diskutierten Optionen für beide Seiten zugleich zukunftsfähig wäre". Dies teilte Infineon-Chef Ulrich Schumacher mit. Infineon bleibe laut Schumacher weiterhin für DRAM-Kooperation offen, solange sich dadurch die Cash-Position des Unternehmens nicht verschlechtere.

Offenbar waren die Verhandlungen mit Toshiba daran gescheitert, dass Infineon die fusionsbedingten Restrukturierungskosten von Toshiba übernehmen sollte. Die meldet unser Schwestermagazin Computerwoche. Als Konsequenz auf dem geplatzten Deal zieht sich Toshiba nun aus dem DRAM-Geschäft völlig zurück.

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