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Infineon klagt gegen Schumacher-Urteil

08.09.2006 | 09:21 Uhr |

Ulrich Schumacher hat am Donnerstag einen Sieg gegen sein ehemaliges Unternehmen errungen: Das Münchner Landgericht verurteilte Infineon dazu, Schumacher den noch ausstehenden Teil seiner vereinbarten Millionenabfindung zahlen. Infineon will gegen das Urteil Berufung einlegen.

Infineon muss Ex-Chef Ulrich Schumacher den noch ausstehenden Teil seiner vereinbarten Millionenabfindung in Höhe von 2,63 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zahlen. Insgesamt beläuft sich die Abfindung auf 5,25 Millionen Euro. So lautet das gestern ergangene Urteil des Münchner Landgerichts.

Infineon hatte Schumacher die Summe aufgrund von Vorwürfen wegen "Verquickung privater und dienstlicher Interessen" nicht ausgezahlt. Dagegen klagte Sportwagen-Fan Schumacher und gewann.

Doch Infineon legt Berufung gegen das Urteil ein, wie die Financial Times Deutschland heute berichtet. Im nächsten Verfahren will Infineon eigenen Angaben zufolge alle Beweismittel zur Verfügung stellen. Das Unternehmen hatte bisher nämlich nicht alle Unterlagen zur Verfügung gestellt, da das Verfahren vor dem Landgericht München ein so genanntes "Urkundenverfahren" war. Dabei werden nur Ansprüche berücksichtigt, die durch Urkunden belegt sind, wie die FTD weiter ausführt.

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