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Industriespionage per Wurm

10.02.2003 | 11:51 Uhr |

Industriespionage mal anders: Kein Einbruch in der Nacht, keine bestochenen Mitarbeiter, die geheime Daten an die Konkurrenz verkaufen, sondern ein modifizierter Wurm, der Festplatten automatisch nach sensiblen Daten durchforscht und diese an seinen Absender schickt.

Industriespionage mal anders: Kein Einbruch in der Nacht, keine bestochenen Mitarbeiter, die geheime Daten an die Konkurrenz verkaufen, sondern ein modifizierter Wurm, der Festplatten automatisch nach sensiblen Daten durchforscht und diese an seinen Absender schickt. Ein solcher Fall wurde nun bei einem australischen IT-Unternehmen bekannt, berichtet unsere Schwesterpublikation "Computerworld" .

Das betroffene Unternehmen, das aus nahe liegenden Gründen anonym bleiben möchte, konnte einen solchen Angriff mit Hilfe von Computer-Experten der Polizei dokumentieren. Der speziell präparierte Wurm wurde auf den PCs der drei Senior Executives des Unternehmens gefunden. Zu diesem Zeitpunkt wurden geheime Dokumente bezüglich einer Übernahme und sensible Daten auf Grund einer Überprüfung durch das Finanzamt zusammen gestellt.

Alarmiert durch die ungewöhnlich hohen Festplattenaktivitäten auf den betroffenen Rechnern wurden Computer-Experten zu Rate gezogen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Experten erstellten - sozusagen als Köder - ein speziell präpariertes Dateien-Paket, einen speziellen Web Bug sowie weitere gefälschte Daten, um den Angreifer in die Irre zu führen.

Es dauerte in der Tat auch nicht lang, bis der Spion den Köder schluckte und das Opfer reagieren konnte. Es ist allerdings noch nicht bekannt, wie die Angelegenheit letztlich endete.

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