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Individuell produzierte DVDs rücken näher

11.10.2007 | 11:00 Uhr |

Mit dem Qflix-Verfahren, um kopiergeschützte Filme nach dem Download brennen zu können, will Primera den Handel revolutionieren.

Erst vor kurzem hat die DVD Copy Control Association (CCA) das Qflix -System von Sonic Solutions abgesegnet. Dabei handelt es sich um eine Technik, die das Brennen von heruntergeladenen Filmen auf eine kopiergeschützte DVD ermöglicht. Allerdings ist dazu ein Brenner notwendig, der den Kopierschutz CSS (Content Scramble System) hardwareseitig unterstützt. Erste Geräte mit integriertem Qflix-System wurden bereits von Philips und Lite-On angekündigt. Der Spezialist für DVD-Dupliziersysteme Primera rechnet allerdings damit, dass die kommenden Laufwerke für Endverbraucher zunächst zu teuer sind.

Das Unternehmen sieht das Einsatzgebiet von Qflix-Brennern eher im Einzelhandel und will auch selbst entsprechende Duplizierstationen anbieten. Auf diese Weise sollen Kunden einen Film beim Händler ihrer Wahl bestellen können, woraufhin dieser eine entsprechende DVD mit gedrucktem Label erstellt. Die Vorteile sind vor allem auf der Kostenseite zu finden: Die Filme könnten dank Qflix günstiger als auf gepressten DVDs angeboten werden, da den Händlern beispielsweise keine Kosten für Lagerhaltung entstehen. Ob sich das System angesichts stetig sinkender Preise von herkömmlichen Film-DVDs am Markt etablieren kann, ist aber fraglich.

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