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Indien startet Initiative gegen Fachkräftemangel

06.07.2007 | 11:47 Uhr |

Vor allem im BPO-Bereich fehlt es auf dem Subkontinent an qualifizierten Fachkräften.

Der Interessensverband für die indische Software- und Servicebranche, Nasscom , will dafür sorgen, dass der Subkontinent die bevorzugte Region für IT-gestützte BPO-Services (Business Process Outsourcing) bleibt. Zu diesem Zweck hat der Verband diverse Initiativen gestartet – etwa die Errichtung von Eliteschulen sowie neuen Technik-Instituten nach dem Vorbild des US-amerikanischen IIT Research Institute (IITRI). Darüber hinaus veranstaltet der Nasscom IT-Assessment-Center in allen größeren indischen Städten, in denen das BPO-Geschäft boomt.

Dank seinem großen Pool an verfügbaren Arbeitskräften gilt der Subkontinent nach wie vor als Offshore-Region Nummer eins. Allerdings fehlt es vielen Fachkräften an der Qualifikation, die sie für die Erbringung von BPO-Services benötigen, während China und Russland in dieser Hinsicht aufrüsten. Studien zufolge gelten die Skills der Mitarbeiter heute als wichtigstes Kriterium bei der Wahl eines Offshore-Lands.

Laut Nasscom arbeiten in Indien derzeit rund 1,2 Millionen Menschen in der Softwareentwicklung oder erbringen Back-Office- und Call-Center-Dienste für ausländische Kunden. Die USA sind mit 66 Prozent das wichtigste Abnehmerland. Der sich abzeichnende Fachkräftemangel sowie die anhaltende Fluktuation könnten den Erfolg des Subkontinents als wichtigste Offshore-Region auf längere Sicht jedoch ernsthaft gefährden.

Bislang kannte Indiens Wachstum im Offshore-Markt keine Grenzen. In diesem Geschäftsjahr wird die Branche erneut um 26 bis 29 Prozent zulegen, erklärte der Nasscom Anfang der Woche. Bis Ende März 2008 sollen die Exporte von Software sowie IT- und BPO-Dienstleistungen auf 40 Milliarden Dollar ansteigen. Dazu haben dem Verband zufolge vor allem neue Services wie Remote-Infrastruktur-Management beigetragen. (sp)

Dieser Artikel stammt von computerwoche.de .

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