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Google verteidigt Preisgabe von User-Daten an Polizei

19.05.2008 | 16:03 Uhr |

Google hat die Preisgabe der Identität eines indischen Anwenders damit verteidigt, dass man den in Indien geltenden Gesetzen gefolgt ist.

Der betreffende Anwender hatte in Googles sozialem Netzwerk Orkut obszöne Inhalte über die Politikerin Sonia Gandhi veröffentlicht und konnte von der Polizei mit Hilfe der von Google gelieferten Daten verhaftet werden.

Wie unsere Schwesterpublikation PC-WORLD meldet, hat Google offiziell erklärt, dass man die freie Meinungsäußerung respektiere und auch die Identität seiner Anwender schütze. Die Google-Sprecherin fügte aber auch hinzu, dass Google, wie alle gesetzestreuen Unternehmen, den lokalen Gesetzen folge und bei einem gültigen juristischen Prozess, beispielsweise aufgrund einer Gerichtsanordnung oder einer Vorladung, mit den Behörden zusammenarbeite.

Die indische Polizei hat die Verhaftung des IT-Fachmanns Rahul Krishnakumar in Gurgaon, nahe Delhi, bestätigt. Dem Mann wird vorgeworfen, gegen ein Gesetz verstoßen zu haben, das die Veröffentlichung von obszönen elektronischen Inhalten verbietet. Was für Inhalte der Mann genau über die indische Politikerin Sonia Gandhi veröffentlicht hat, teilte die zuständige Polizeibehörde nicht mit, sondern äußerte nur, dass diese mittlerweile von der Website von Orkut gelöscht worden seien.

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