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Indie-Spiel "Rust" bereits über 750.000 Mal verkauft

31.01.2014 | 12:31 Uhr |

Das Indie-Spiel "Rust" hat sich laut der Entwickler bereits über 750.000 Mal verkauft. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Entwicklung bisher erst zu zehn Prozent abgeschlossen ist.

Halbnackt, nur mit einem großen Stein bewaffnet und hinter jeder Ecke könnte der nächste Grund für den virtuellen Tod in Form von Bären, Zombies oder einfach übel gelaunten Mitspielern lauern.

So erleben die Spieler des Indie-Spiels Rust (auf Steam für 18,99 Euro erhältlich) die ersten Minuten, sobald sie einen Server betreten haben. Das Spiel katapultiert den Spieler in eine nach-apokalyptischen Welt, in der es eigentlich nur ein Ziel gibt: Überleben. In der großen 3D-Welt gilt es nun Minecraft-ähnlich Rohstoffe zu sammeln, Gebäude zu bauen, mit zunächst Pfeil und Knüppeln auf die Jagd nach Rehen und Bären zu gehen, sich gegen andere Spielern zu behaupten oder Allianzen zu bilden.

Den Spiele-Mix, den Rust anzubieten hat, kommt offensichtlich bei den Gamern hervorragend an. Laut aktuellen Angaben hat sich Rust bereits über 750.000 Mal innerhalb von nur knapp sechs Wochen verkauft. Diese Zahl hat nun Garry Newman verraten. Der Hauptentwickler von Rust machte sich bereits mit der erfolgreichen Half-Life-Mod Garry’s Mod einen Namen. Das von ihm gegründete britische Entwicklerstudio Facepunch Studio ist für die Entwicklung von Rust verantwortlich.

"Rust" belegt seit der Veröffentlichung Mitte Dezember den ersten Platz in den Charts der Online-Spieleplattform Steam. Erstaunlich ist der Erfolg von Rust nicht zuletzt deswegen, weil sich das Spiel noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase befindet und mit dem Zusatz "Early Access" auf Steam angeboten wird. Zum Preis von immerhin 18,99 Euro.

Der Grad der Fertigstellung von Rust gibt Newman selbst mit zehn Prozent an. Dennoch habe er mit dem Spiel in nur sechs Wochen zwei Drittel des Umsatzes erzielt, den er mit Garry´s Mod in acht Jahren verdient habe. "Wir sind von der Popularität von Rust überwältigt", schreibt Newman.

Nicht im Traum habe man in einem solchen frühen Stadium mit einem solchen Erfolg gerechnet. Man wollte das Spiel eigentlich nur via Steam Early Access anbieten, kein großes Aufheben darum machen und dann während der weiteren Entwicklungsphase die Fanbasis erhöhen.

Soweit der Plan. In der Realität wird das Spiel bereits von bis zu über 50.000 Spieler gleichzeitig gespielt. Und es gibt auch Beschwerden über die vielen Cheater und die schlecht administrierten offiziellen Server. Das Problem der Cheater ist den Entwicklern bewusst und soll gelöst werden. Außerdem sollen Updates schneller ausgeliefert werden. Vor allem bittet Newman aber die Fans um Geduld. "Wir passen immer noch unsere Flugbahn an und es gibt noch so vieles, was wir tun wollen", so Newman.

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