12.02.2013, 05:28

Michael Söldner

Studie

Immer mehr illegale Film-Websites im Netz

Die GVU verzeichnet einen Anstieg bei der Verbreitung illegaler Film-Mitschnitte ©gvu.de

Trotz der Schließung von Kino.to wächst das Angebot von illegalen Streaming-Websites weiter an.
Von der Schließung der Streaming-Plattform Kino.to hatten sich Rechteinhaber offenbar mehr erhofft. Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) hat in einer aktuellen Analyse nachgewiesen, dass illegale Contentverwerter ihr Angebot in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut hätten. Derzeit stünden bereits mehr als zwei Millionen unautorisierte Dateien mit Spielfilminhalten zur Verfügung.
Durch Anonymisierungsdienste, im Ausland registrierte Firmen und einen unzureichenden Rechtsdurchsetzungsrahmen könnten die Betreiber oft jahrelang unbehelligt arbeiten. Auf 16 der von der GVU beobachteten Streaming-Portalen seien 2012 durchschnittlich 31 Prozent mehr Verweise zu Kino- und Spielfilmen veröffentlicht worden. Gleichzeitig konnten im vergangenen Jahr 51 illegale Streaming- und Downloadportale abgeschaltet werden.
An der Spitze befindet sich nach Angaben der GVU das Portal movie2k, das seit 2008 existiert. Hier finden sich bereits 24.200 Filme, davon 9.500 mit deutscher Tonspur. Die Server stehen in Rumänien und sind damit relativ sicher. Im Alexa-Ranking befindet sich das Angebot auf Platz 22 der in Deutschland am häufigsten aufgesuchten Webseiten.
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