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Immer mehr Internet-Angriffe aus Profitgier

20.09.2005 | 11:38 Uhr |

Profitgier ist immer mehr DAS Motiv für Cyberkriminalität. Wer für seine Zwecke ein fremdes Netzwerk aus gekaperten Rechnern benötigt, kann dieses zum Beispiel von den Kriminellen einkaufen.

Symantec hat einen neuen Sicherheitsreport veröffentlicht, demzufolge Profitgier das Hauptmotiv für Hacker-Angriffe ist. Die Freude an der technischen Herausforderung oder einfach nur die Befriedigung des persönlichen Geltungsbedürfnisses treten dagegen zunehmend in den Hintergrund.

Diebstahl, Betrug und Erpressung nehmen im Internet immer mehr zu. So werden Netzwerke mit ferngesteuerten Rechnern (Botnets) allen Ernstes zur Miete angeboten. Die Besitzer dieser Zombie-Rechner wissen überhaupt nichts vom Tun ihrer fremdbestimmten PCs. Und den Profit kassieren andere.

Außerdem kann man maßgeschneiderten Code für Fernsteuerungsprogramme (Bots) käuflich im Internet erwerben. Wenn man sich also ein eigenes illegales Netzwerk auf gekaperten Fremd-Rechnern zusammenstellen will und nicht selbst über das dafür nötige Know-How verfügt, so kann man diese "Dienstleistung" einkaufen.

Im Zeitraum von Januar bis Juni 2005 beobachteten die Experten von Symantec im Schnitt 10.352 aktive Bot-infizierte Computer pro Tag. Das ist eine Zunahme von mehr als 140 Prozent gegenüber dem vorherigen Untersuchungshalbjahr mit 4348 Zombie-PCs.

Da die finanziellen Gewinnmöglichkeiten durch Cyberverbrechen immer verlockender werden, werden Angreifer künftig wohl noch ausgefeiltere Methoden für Botnets und Botcode entwickeln - auch solche mit Tarnmechanismen, die darauf abzielen, Virenschutz, Firewalls und andere Sicherheitseinrichtungen außer Kraft zu setzen, wie Symantec vermutet.

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