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Immer mehr Deutsche surfen mobil

27.02.2008 | 16:23 Uhr |

Der sogenannte Non-Voice-Anteil im Mobilfunk wächst ständig. Ein Hemmschuh bleiben laut VATM die sehr hohen Gebühren beim Daten-Roaming im Ausland.

Von unterwegs Mails abzurufen oder mobil im Internet zu surfen wird immer beliebter. Der sogenannte Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk weist seit Jahren überproportionale Wachstumsraten auf und machte 2007 schon 23 Prozent der Erlöse aus. Einer von tns Infratest im Auftrag von E-Plus durchgeführten Studie zufolge hat sich das Interesse der Verbraucher an mobilen Breitbanddiensten im vergangenen Jahr verdreifacht. Verantwortlich für diesen Nachfrageschub sollen neben geeigneten Endgeräten, leistungsstarken Netzen und attraktiven Inhalten vor allem günstige Tarife sein. Nach Einschätzung des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) wird die mobile Datennutzung auch künftig weiter erheblich zunehmen, wenn sich die bisherige Entwicklung kontinuierlicher Preisrückgänge weiter fortsetzt.

„Klarer Problemfall und Ärgernis für viele Kunden ist aber die Nutzung mobiler Datendienste im Ausland“, erläutert VATM -Geschäftsführer Jürgen Grützner. „Insbesondere die Gebühren für das Daten-Roaming führen in manchen Fällen dazu, dass die Kunden nach der Rückkehr aus dem Ausland Rechnungen in vierstelliger Höhe erhalten.“ Als ersten Schritt in die richtige Richtung bezeichnet der VATM die in den vergangenen Wochen von allen Netzbetreibern angekündigte Absenkung der Gebühren für das Daten-Roaming. Aber während die Mobile Challenger Group, zu der auch der deutsche Netzbetreiber E-Plus gehört, künftig auf Vorleistungsebene 25 Cent pro Megabyte in Rechnung stellen will, sind die von den anderen Netzbetreibern genannten Preise mit rund zwei Euro pro Megabyte immer noch sehr hoch.

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