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Spammer nutzen neue Spam-Methoden

27.05.2009 | 13:31 Uhr |

In einer Studie stellt Symantec fest, dass es sich bei 90,4 Prozent aller im April in Unternehmens-Netzwerken im Umlauf befindlichen Mails um Spam-Nachrichten gehandelt habe. Botnets werden hauptsächlich für den Versand genutzt. Aber die Spammer lassen sich auch immer neue Methoden einfallen.

Im Vergleich zum Vormonat stieg der Anteil der Spam-Nachrichten um 5,1 Prozent-Punkte, wie Symantec in seinem Bericht weiter ausführt . Dabei werden fast 58 Prozent aller Spam-Nachrichten durch Botnets verschickt. Also von erfolgreich angegriffenen PCs, die die Angreifer zu einem Netzwerk zusammenfassen. Der derzeit schlimmste Botnet trägt die Bezeichnung DonBot und ist derzeit für 18,2 Prozent aller Spam-Botschaften verantwortlich.

In letzter Zeit versuchen Spammer ihre Botschaften auch ohne Botnet zu versenden. Das Ziel ist es vor allem, durch die Mail-Filter der Unternehmen zu gelangen. Eine Masche, die derzeit angewendet wird: Ein Spammer mietet - oft in Ost-Europa - einen legalen Netzwerk-Dienst und nutzt diesen dann, um ein bestimmtes Netzwerk eines großen Internet-Providers (ISP) mit möglichst vielen Spam-Nachrichten in kürzester Zeit zu bombardieren. Das Ziel ist es dabei, möglichst viele Spam-Nachrichten durchzukriegen, bevor die vom ISP eingesetzte Filter-Software etwas merkt. Laut Sicherheitsexperten nutzen Spammer bereits die Methode, um hunderttausende Spams am Tag zu verschicken.

Ebenfalls im Visier der Spammer sind soziale Netzwerke. Immer häufiger werden per Phishing-Attacken die Zugangsdaten zu Diensten wie Facebook und Twitter gestohlen. Die Angreifer nutzen anschließend die Daten, um die Freunde der Angegriffenen mit Spam-Nachrichten zu überschütten. Diese Spam-Methode gilt als besonders effizient, weil es kaum möglich ist, die so versendeten Spam-Nachrichten auszufiltern.

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