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Ebay will weg vom Online-Auktionshaus

25.05.2011 | 18:06 Uhr |

Ebay vollzieht gerade einen Image-Wechsel und möchte am deutschen Markt in Zukunft als Einkaufsplattform, anstatt als Internetauktionshaus wahrgenommen werden.

Das Online-Auktionshaus Ebay bekam in den vergangenen Jahren immer stärkere Konkurrenz von Amazon und Co. Anscheinend ziehen immer mehr Kunden den günstigen Einkauf zu Festpreisen vor, anstelle bei einer Auktion mitzufiebern. Dieses Potenzial hat das Unternehmen erkannt und vollzieht derzeit einen Image-Wechsel. Laut Stephan Zoll, Geschäftsführer von Ebay Deutschland, hat die Plattform ihr Geschäft mit neuen Artikeln zu Festpreisen in den letzten Monaten weiter ausgebaut. 60 Prozent des Gesamthandelsvolumens werden mittlerweile durch derartige Käufe erzeugt.

Um auch die Kunden auf die neue Strategie aufmerksam zu machen, plant Ebay eine Marketing-Kampagne im zweistelligen Millionenbereich. Anstatt „Drei, zwei, eins, meins!“ lautet der neue Slogan des Unternehmens nun „Mein Ein für alles“. Die so genannten Einkaufswelten, die sich laut Zoll bereits im Mode-Bereich etabliert haben, plant Ebay auf weitere Produkte wie beispielsweise Autoteile auszuweiten. In Zukunft soll es zudem mehr Sonderaktionen geben, in deren Rahmen ausgewählte Artikel in begrenzter Menge angeboten werden. Der Konzern will außerdem auf den Ausbau seines App-Bereichs setzen.

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Wie der Geschäftsführer bestätigt, sollen Online-Auktionen aber auch weiterhin ein Bestandteil des Ebay-Angebots bleiben. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen 852 Millionen Euro durch Gebühren-Einnahmen.

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