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Im November entscheidet sich Kazaas Schicksal

06.07.2004 | 10:41 Uhr |

Beim umstrittenen Filesharing-Dienst Kazaa könnte noch vor Ende des Jahres das Licht ausgehen: Berichten zufolge hat ein australisches Bundesgericht den Beginn für den Copyright-Prozess gegen den Betreiber der Online-Tauschbörse, Sharman Networks, nun auf den 29. November festgelegt.

Beim umstrittenen Filesharing-Dienst Kazaa könnte noch vor Ende des Jahres das Licht ausgehen: Ein australisches Bundesgericht hat den Beginn für den Copyright-Prozess gegen den Betreiber der Online-Tauschbörse, Sharman Networks, nun auf den 29. November festgelegt, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel berichtet.

Der zuständige Richter Murray Wilcox erklärte, er sei zuversichtlich, dass die Anhörungen in dem Fall noch vor Weihnachten stattfinden werden. Gleichzeitig wies Wilcox eine Reihe von Anträgen bezüglich des Zugriffs auf beschlagnahmtes Beweismaterial zurück.

Ermittler des australischen Branchenverbands Music Industry Piracy Investigations (MIPI) hatten Anfang Februar die Büros von Sharman, die Privatwohnungen zweier Sharman-Manager, drei Universitäten sowie mehrere Internet Service Provider durchsucht, um Beweise für mögliche Copyright-Verstöße zu finden.

Anfang März hatte das Gericht bereits einen Antrag von Sharman abgewiesen, der verhindern sollte, dass bei einer Razzia in der Firmenzentrale in Sydney beschlagnahmtes Beweismaterial für Ermittlungen benutzt wird. Nun argumentierte der Anwalt des Unternehmens, Sharman könne frühestens im April kommenden Jahres die Sichtung aller Beweise abschließen. Richter Wilcox, der an einem schnellen Abschluss des Verfahrens interessiert ist, wies die Klägerseite nun an, die Menge des elektronischen Beweismaterials deutlich zu reduzieren.

Wenn der Branchenverband weiter auf die Vorlage von 10.000 Musikdateien bestehe, werde die Anhörung im Jahr 2010 stattfinden. Sein Kommentar: "aber hoffentlich nicht unter meinem Vorsitz".

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