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Im Internet wird es eng

Der Ansturm auf Internet-Domains nimmt kein Ende. Im Gegenteil - die Anzahl der bearbeiteten Aufträge für eine eigene .de-Domain belaufen sich bei der deutschen Vergabestelle Denic auf mittlerweile 10 000 pro Tag. Die Adressen werden nicht nur hierzulande knapp. Entsprechende Lösungen sind jedoch in Arbeit. Beobachtern zufolge könnten bereits Ende des Jahres weitere Toplevel-Domains eingeführt werden.

Immer mehr Firmen, Behörden und Privatpersonen drängen ins Internet. Alle wollen eine eigene, möglichst einprägsame (de-)Domains. Die logische Konsequenz: Die Namen werden knapp. Um diesen Missstand zu beheben sind derzeit mehrere Lösungen in Arbeit. So plant die Europäische Kommission zum Jahresende die Top-Level-Domain ".eu" einzuführen um der Knappheit vorzubeugen.

Die US-Amerikanische Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) will ebenfalls zum Ende des Jahres neue "Generic Toplevel Domains" (gTLDs) einführen. Bisher gibt es die thematischen Domänen für kommerzielle Anbieter (.com), Bildungsstätten (.edu) oder für Regierungsangelegenheiten (.gov). Neu hinzukommen könnten zum Beispiel .firm für produzierendes und Dienstleistungs-Gewerbe, .info für Nachrichtendienste und Medien, .store für den Handel oder .banc für Finanzinstitute. Unklar ist derzeit noch, wie die neuen Domänen verwaltet und zugeteilt werden sollen.

Die ICANN ist eine nicht gewinnorientierte Organisation und verwaltet das Domain Name System (DNS) des Internets. (PC-WELT, 24.04.2000, hr)

'.de' bald ausverkauft (PC-WELT, 03.04.2000)

Neue Namensendung im Web: ".ws" (PC-WELT, 13.03.2000)

Deutsche Vergabestelle für WWW-Adressen (PC-WELT, 08.03.2000)

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