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Im Bundestag-Netzwerk wütet ein fieser Trojaner

22.05.2015 | 09:33 Uhr |

Nach dem Angriff auf das Netzwerk des Bundestages sind Experten noch mit der Beseitigung eines Trojaners beschäftigt.

Vor einer Woche wurde bekannt, dass bisher unbekannte Täter das Netzwerks des Deutschen Bundestags angegriffen haben. Später entpuppte sich der Angriff als schlimmer als befürchtet. Aktuellen Berichten zufolge sind Experten derzeit weiterhin mit der Beseitigung eines Trojaners innerhalb des Netzwerks beschäftigt.

Spiegel Online meldet, dass der Ältestenrat des Bundestags am Donnerstagnachmittag darüber informiert worden sei, dass die Nutzung des internen Computersystem aktuell unsicher sei. Grund sei ein Trojaner, der tief in die Systeme eingedrungen sei. Er soll im Parlakom wüten, dem internen Netzwerk des Parlaments. An diesem Netzwerk sind aber nicht nur Computer des Parlaments angeschlossen, sondern auch Rechner in Wahlkreisbüros.

Die IT-Systeme des Bundestags sollen zwar grundsätzlich funktionieren, aber es gibt offenbar Probleme beim Zugriff auf einige Datenbanken. Die Abgeordneten und Nutzer des Netzwerks wurden aufgefordert, auf verdächtige Mails und andere Auffälligkeiten zu achten.

Die Ermittlungen über den Angriff dauern weiterhin an. Hinter dem Angriff könnte ein Geheimdienst stecken. Jedenfalls gingen die Angreifer äußerst professionell vor. Die Säuberung des Netzwerks könnte bis zu einigen Wochen in Anspruch nehmen. Zeitweise gab es das Gerücht, der Deutsche Bundestag könnte früher in die Sommerpause gehen, damit das gesamte IT-System neu aufgesetzt werden könne. Das Gerücht wurde aber vom Bundestagspräsidenten Norbert Lammert dementiert.

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