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Illegale Musik-Downloads auf Schrumpfkurs

11.03.2008 | 11:01 Uhr |

2007 haben die Deutschen weniger urheberrechtlich geschützte Musik heruntergeladen als im Vorjahr. Das geht aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor.

Laut einer vom Bundesverband Musikindustrie in Auftrag gegebenen Studie wurden im vergangenen Jahr 312 Millionen Downloads von urheberrechtlich geschützten Songs verzeichnet. Das sind 62 Millionen Songs und damit über 16 Prozent weniger als 2006. Außerdem würden die Nutzer mehr kostenpflichtige Musik-Downloads abrufen als illegale in Tauschbörsen. Der Vorsitzende des Verbands, Dieter Gorny, wertet dies als Erfolg aufgrund des massiven rechtlichen Drucks. Trotzdem seien nach wie vor 10x so viele illegal Sonhs im Umlauf.

Gorny fordert daher, dass die Internet-Piraterie noch weiter reduziert wird. Dabei soll neben individueller Rechtsverfolgung auf mehr Verantwortung bei den Providern gesetzt werden - konkrete Handlungsempfehlungen für die ISPs nannte der Hersteller noch nicht. Ein weiterer Trend, den die Studie aufzeigt: Die Zahl der gebrannten Rohlinge für CDs und DVDs ging im Jahr 2007 von 766 Millionen auf 685 Millionen zurück. Dies wird damit begründet, dass zunehmend mobile Geräte oder Festplatten zur Archivierung verwendet würden. Doch nach wie vor brennt jeder zweite Deutsche regelmäßig optische Medien.

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