Illegale Kopien

Microsoft will Windows 8 mit neuer Produkt-Aktivierung schützen

Dienstag den 07.08.2012 um 10:25 Uhr

von Benjamin Schischka

Mit einer neuen OEM-Aktivierung will Microsoft bei Windows 8 Raubkopien unterbinden. Jeder Windows-8-PC soll einen einzigartigen Schlüssel im BIOS erhalten.

Eigentlich sollte es in der Öffentlichkeit nicht bekannt werden. Microsoft habe die Information nur mit einem NDA (Non Discolosure Agreement) – einer Verschwiegenheitspflicht also – weitergegeben. Trotzdem will myce.com von der neuen Windows-8-Aktivierung erfahren haben. Der Standard heiße „OEM Activation 3.0“ oder kurz „OA 3.0“. In Windows 7 war „OEM Activation 2.1“ zum Einsatz gekommen – und schnell von Hackern ausgehebelt worden .

Mit „OEM Activation 3.0“ sollen OEMs – also Original Equipment Manufacturer, die Windows günstig in großen Stückzahlen kaufen und auf ihrer Hardware vorinstallieren, die Produkt-Schlüssel digital ordern können. „OA 3.0“ ermögliche zudem die Aktivierung der Software, gekoppelt an spezifische Hardware. Windows 8 kann also – wenn die Information stimmt – vorab in der Fabrik aktiviert werden. Der Käufer hat keine 30-Tage-Frist mehr, binnen der er den Rechner aktivieren muss. Das ist für den Windows-Anwender sicher praktisch. Und auch Microsoft hat weniger Aufwand bei der Aktivierung. Aber wie User-freundlich wird die Hardware-spezifische Aktivierung sein? Macht Windows 8 Zicken, wenn Anwender Hardware-Komponenten im Nachhinein austauschen? Bei Tablets und Notebooks wird das kaum der Fall sein. Aber den klassischen Desktop-PC bestücken insbesondere Gamer gerne mit neuen Grafikkarten oder rüsten eine aktuelle CPU nach.
 
Windows Server und Windows Embedded sollen übrigens nicht „OEM Activation 3.0“ nutzen – zumindest anfangs nicht.
 
Glauben Sie, dass „OEM Activation 3.0“ ein schwerer Schlag gegen Raubkopierer sein werden? Oder ein Klotz am Bein der User?

Dienstag den 07.08.2012 um 10:25 Uhr

von Benjamin Schischka

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