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Offener Handel mit gestohlenen Kreditkartendaten

29.12.2009 | 15:50 Uhr |

Der illegale Handel mit Kreditkartendaten und Geräten zum Auslesen solcher Karten hat sich bereits bis in öffentliche Web-Foren ausgeweitet. Hier kann Jedermann Skimming-Geräte oder gestohlene Daten erwerben.

Online-Kriminelle setzen mit dem Verkauf gestohlener Kreditkartendaten Millionen um. Meist werden solche Geschäfte nur auf Untergrundmarktplätzen abgewickelt. Doch inzwischen haben die Gauner den Handel mit Datensätzen sowie mit Geräten zum Datenklau auch auf öffentliche Foren ausgedehnt. Wer sich darauf einlässt, macht sich strafbar.

Das Bochumer Sicherheitsunternehmen G Data hat eine Reihe von öffentlichen Foren aufgespürt, die denen abseits von deren jeweiligen Kernthemen der Handel mit Kreditkartendaten und Skimming-Geräten blüht. Die Betreiber solcher Foren sollten derartige Einträge an sich umgehend löschen. In der Praxis reagieren die Administratoren jedoch keineswegs immer rasch auf Hinweise. Einträge mit solchen illegalen Angeboten bleiben oft über Monate zugänglich.

Auch Videoportale wie Youtube werden von Online-Kriminellen genutzt, um ihre Geschäfte voran zu treiben. Hier finden sich auch Anleitungen zum organisierten Kreditkartenbetrug. Es kommen immer wieder neue Videos hinzu, ältere sind schon mehr als ein Jahr online und verzeichnen etliche 10.000 Aufrufe oder mehr.

Wer sich auf solche illegalen Geschäfte einlässt, macht sich nicht nur strafbar sondern läuft zudem Gefahr selbst betrogen zu werden. Man zahlt, erhält jedoch nichts dafür oder nur nutzlose Daten. Während Betrüger in den Untergrundforen schnell bloßgestellt werden, fehlt eine solche Selbstkontrolle der Online-Kriminellen in öffentlichen Foren.

Wer in öffentlichen Foren auf solche Angebote stößt, sollte den Betreiber der Plattform darauf hinweisen und zum Löschen der Einträge auffordern, empfiehlt G Data.

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