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Ihr PC kann mitmachen: Experiment zur Klimaveränderung gestartet

17.02.2006 | 16:03 Uhr |

Die BBC hat in dieser Woche den Startschuss für das "Climate Change Experiment" gegeben. Um die Klimaveränderung berechnen zu können, ist enorme Rechenpower notwendig. Da kommen die Anwender ins Spiel: Sie können a la Seti die nicht von ihrem Rechner benötigten Kapazitäten für das Experiment bereitstellen.

Das von der BBC gestartete "Climate Change Experiment" ist laut Angaben des britischen Senders das bisher größte Klima-Experiment. Beteiligen können sich alle Anwender, die einen PC besitzen, auf dem Windows XP, Windows 2000 oder Linux läuft.

Durch die Verknüpfung tausender Heim-PCs soll die Klimaveränderung berechnet und vorhergesagt werden. Bereits bei 10.000 Teilnehmer soll die Rechenkapazität über dem liegen, was Superrechner leisten können.

Jeder, der mitmacht, bekommt ein eigenes Klimamodell zugewiesen. Dieses wird beginnend 1920 bis 2080 durchgerechnet. Je nach Rechenleistung kann dies drei bis vier Monate dauern. Schnellere Rechner dürften die Aufgabe nach einigen Wochen gelöst haben. Alle Ergebnisse werden an die Forscher der Universität Oxford übermittelt.

Nach dem Download installiert sich ein Bildschirmschoner auf dem Rechner und im Hintergrund werden die dem Rechner zugewiesenen Berechnungen durchgeführt. Dabei sorgt das Programm selbstständig dafür, dass nur freie Rechnerkapazitäten genutzt werden. Wer dem Programm beim Arbeiten zusehen möchte, kann den Bildschirmschoner aktivieren.

Der Bildschirmschoner bietet eine hübsche Ansicht von der Erde und zeigt optisch an, was das Programm gerade berechnet. Wenn in dem Ihnen zugewiesenen Klimamodell also gerade Eiszeit herrscht, dann ist die gesamte Erde mit Eis überdeckt. Mit diversen Hotkeys können Sie die Ansicht der Erde ändern und sich beispielsweise die Temperatur auf dem Planeten ansehen. Weitere Hinweise zur Bedienung finden Sie hier .

Verantwortlich für das "Climate Change Experiment" ist die BBC in Zusammenarbeit mit Climateprediction.net, das von der Universität Oxford zusammen mit anderen Universitäten betrieben wird.

Auf dieser Website finden Sie einen Überblick darüber, wie viele Anwender gerade am Projekt mitmachen und aus welchen Ländern sie kommen. Das ursprüngliche Ziel wurde demnach schon übertroffen: Bereits über 50.000 Rechner beteiligen sich weltweit an dem Experiment.

Weitere Infos und den Download des benötigten Programms finden Sie auf dieser Seite der BBC .

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