750501

Facebook-Bug sperrt Nutzerinnen aus

18.11.2010 | 15:31 Uhr |

Wegen eines Software-Fehlers hat Facebook ungewollt eine Reihe von Mitgliedern ungewollt gesperrt, offenbar meist Frauen. Viele davon haben eine Aufforderung erhalten ihre Identität nachzuweisen.

Durch einen Fehler in einer Facebook-Software, die fingierte Nutzerkonten aussortieren soll, sind in dieser Woche etliche Nutzerinnnen des mit 500 Millionen Mitgliedern größten sozialen Netzwerks ausgesperrt worden. Der Fehler ist zwar innerhalb weniger Stunden behoben worden, doch die Folgen dauern weitaus länger an.

Nach Angaben eines Facebook-Sprechers ist nicht klar, wie viele Nutzer betroffen sind, es sei jedoch jedenfalls nur ein ganz kleiner Prozentsatz. Allerdings entspricht jedes einzelne Prozent immerhin fünf Millionen Nutzern. Wenn das System zum Aufspüren fingierter Nutzerkonten ein verdächtiges Konto finde, werde der Nutzer unter Umständen aufgefordert sich zu identifizieren, so Facebook-Sprecher Simon Axten weiter.

Die Betroffenen seien in diesem Fall jedoch fälschlich angeschrieben worden, um einen Identitätsnachweis zu liefern. Facebook werde die versehentlich gesperrten Konten wieder reaktivieren und die betroffenen Nutzer informieren.

Graham Cluley vom britischen Antivirushersteller Sophos schreibt im Blog des Unternehmens , frustrierte Facebook-Nutzer(innen) hätten via Twitter ihrem Ärger darüber Luft gemacht, dass sie sich nicht anmelden konnten. Cluley will beobachtet haben, dass offenbar praktisch nur Frauen betroffen waren. Die wenigen Männer, die per Twitter von dem Problem berichteten, hätten dies im Namen ihrer Freundinnen getan.

Bleibt zu hoffen, dass die Betroffenen rechtzeitig von der Auflösung des Rätsels um ihre angeblich falsche Identität erfahren. Andernfalls könnten sie sich genötigt sehen ihren Ausweis einzuscannen und an Facebook zu senden. Bei dem guten Ruf, den Facebook für seinen Umgang mit persönlichen Daten hat, wäre das womöglich keine so gute Idee.

0 Kommentare zu diesem Artikel
750501