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Identitätsdiebstahl durch Verwandte und Bekannte

10.03.2005 | 14:16 Uhr |

Täter aus dem persönlichen Umfeld verursachen laut einer Studie weitaus höhere finanzielle Schäden als Fremde.

Das Thema Identitätsdiebstahl wird oft auf die Ursache Phishing reduziert. Unbekannte verschaffen sich dabei persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkartennummern oder Bankverbindung der Opfer, um mit den ergaunerten Informationen auf deren Rechnung Geschäfte zu tätigen.

Bei der Fokussierung auf diesen zweifellos wichtigen Aspekt wird gerne übersehen, dass eine zumindest ebenso große Gefahr im vertrauten Umfeld jedes Einzelnen lauert. Verwandte oder Bekannte, die unser Vertrauen genießen, kommen oft viel leichter an die nötigen Informationen, um dann damit im Internet auf Shopping-Tour zu gehen.

Eine aktualisierte Studie von Javelin Strategy & Research in den USA ergab, dass die Schäden durch von Fremden verübten Identitätsdiebstahl weitaus geringer sind als die von Tätern aus dem persönlichen Umfeld verursachten Verluste. Der finanzielle Schaden, der durch Fremde angerichtet wird, beträgt im Durchschnitt etwa 2000 US-Dollar. Für Verluste durch Angehörige und Freunde wurde in der Studie hingegen ein Schnitt von mehr als 15.000 US-Dollar ermittelt.

Deshalb ist es wichtig auch im alltäglichen Bereich ("offline" wie "online") einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten:

- Teilen Sie niemandem PINs, TANs, Passwörter und andere vertrauliche Daten mit.

- Lassen Sie keine Bankdokumente, EC- oder Kreditkarten herum liegen, schließen Sie sie weg. Verschlüsseln Sie auf dem PC gespeicherte Daten.

- Bevor Sie vertrauliche Unterlagen (wie Kontoauszüge) wegwerfen, zerstören Sie sie, etwa mit einem Aktenvernichter.

- Löschen Sie Dateien mit vertraulichen Daten nicht einfach im Papierkorb Ihres PCs. Benutzen Sie Programme, die gelöschte Dateien mehrfach mit zufälligen Mustern überschreiben. Verfahren Sie so auch mit Festplatten, die Sie ausrangieren. Datenträger wie Disketten oder CDs sollten Sie mechanisch zerstören, wenn sie persönliche Daten enthalten könnten.

- Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Bankkonto auf Transaktionen, die Sie nicht autorisiert haben. Der monatliche Kontoauszug reicht dafür nicht aus, nutzen Sie Online-Banking zumindest für diesen Zweck. So können Sie Missbrauch früher entdecken und weitere Verluste verhindern oder begrenzen.

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