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Identitätsdiebstahl bringt der USA jährlich 6,4 Milliarden Schaden

Nicht nur durch Straftaten wie Überfälle oder Diebstähle entstehen den amerikanischen Bürgern jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe, auch die Statistiken für virtuelle Verbrechen wie Daten- und Identitätsdiebstahl sind bedenklich hoch – so hoch, daß dafür in diesem Jahr eine eigenständige Delikt-Kategorie eingeführt werden mußte.

In der kürzlich veröffentlichten, jährlichen Kriminalstatistik des Justizministeriums der USA wird deutlich, daß Privatpersonen allein im Jahre 2004 ein geschätzter Schaden von 6,4 Milliarden US-Dollar durch sogenannten Identitätsdiebstahl entstanden ist. Den detaillierten Statistiken zufolge ist 3,6 Millionen beziehungsweise ganzen drei Prozent der US-amerikanischen Haushalte durch die widerrechtliche Nutzung Ihrer Internet-Identitäten ein finanzieller Schaden zugefügt worden.

In etwa die Hälfte der Fälle ist dabei auf den Mißbrauch von Kreditkartendaten zurückzuführen. Ein Viertel aller Delikte umfaßte das Erschleichen und die anschließende Fremdnutzung von Onlinebanking-Daten. Um diese Statistik zu entwickeln, wurden alle sechs Monate etwa 42.000 amerikanische Haushalte befragt. Aufgrund der Zunahme „virtueller“ Verbrechen wurde Identitätsdiebstahl erstmals seit 30 Jahren in der Kriminalstatistik als eigenständige Delikt-Kategorie aufgeführt.

Hauptverantwortlicher Informationssammler zum Thema Internet- und Datensicherheit ist der National Computer Security Survey (NCSS), welcher die Ursachen und Schäden von Onlinesicherheitsverstößen wie Viren-Attacken oder Informationsdiebstählen ermittelt. Im Jahre 2006 ins Leben gerufen, findet die Vereinigung Unterstützung seitens des Justizministeriums sowie der National Cyber Security Division (NCSD). Um detaillierte Statistiken erstellen zu können, sammelt die NCSS Informationen zu Art und Ausbreitung von Computer-Sicherheitsvergehen sowie die dadurch entstandenen Schäden für betroffene Unternehmen. Auch die Sicherheitsvorkehrungen seitens der Firmen werden dabei nicht außer Acht gelassen.

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