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Nintendo wegen brillenloser 3D-Technik verklagt

08.07.2011 | 18:02 Uhr |

Mit seinem neuen Handheld 3DS hat Nintendo angeblich ein Patent der Firma Tomita Technologies verletzt. Das Unternehmen hat nun Klage gegen das japanische Traditionshaus eingereicht.

Wie heute bekannt wurde, hat Nintendo mit seinem Handheld 3DS allem Anschein nach ein Patent des ehemaligen Sony-Mitarbeiters Seijiro Tomita verletzt. Sein Unternehmen, Tomita Technologies, hat heute vor einem New Yorker Gericht Klage gegen Nintendo eingereicht. In der Klageschrift heißt es, dass Tomita eine Technik entwickelt habe, mit der stereoskopische 3D-Bilder auf einem Display betrachtet werden können, ohne dafür eine entsprechende 3D-Brille zu benötigen.

Das Patent wurde im Jahr 2003 angemeldet. Laut Tomita, der 30 Jahre für den Nintendo-Konkurrenten Sony tätig war, habe sich das japanische Unternehmen bei seinem 3DS an seiner Technologie orientiert. Der untere Bildschirm des Handheld ist mit einer dünnen Folie überzogen, die es ermöglicht, zwei Bilder anzuzeigen, die jeweils aus einem bestimmten Augenwinkel betrachtet werden können und zusammen gesehen ein 3D-Bild ergeben.

Im von Tomita angemeldeten Patent ist lediglich von der „Darstellung eines stereoskopischen Video-Bildes, das für jedes Auge eine unterschiedliches Ansicht liefert“, die Rede. In der Anklageschrift ist zudem keine genaue Beschreibung zu finden, auf welche Weise Nintendo mit seinem 3DS die Idee verletzt hat. Die Chancen stehen also gut, dass das Unternehmen glimpflich aus dem Verfahren herauskommt.

Nintendo 3DS im Produkttest

Nintendos 3DS ist seit März 2011 in Europa erhältlich. Die Hosentaschen-Konsole ermöglicht die Darstellung von 3D-Spielen ohne Brille. Mit Hilfe von mehreren Kameras, können mit dem Handheld zudem 3D-Fotos aufgenommen werden.

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