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Wiener IT-Messe bekommt Krise zu spüren

26.01.2009 | 11:45 Uhr |

Die österreichische IT-Messe ITnT öffnet am morgigen Dienstag, 27. Januar zum fünften Mal ihre Pforten. Zu kämpfen hat die Messe in diesem Jahr mit einem Ausstellerrückgang, unter anderem ist Microsoft nicht mehr mit einem Stand vertreten.

"Es ist unübersehbar, dass die sich gegenwärtig verschärfende weltweite Wirtschaftskrise auch die IT- und Telekommunikationsbranche erfasst hat. Die ITnT kann sich natürlich nicht von internationalen Entwicklungen abkoppeln", begründet Matthias Limbeck, themenverantwortlicher Geschäftsführer beim Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien, die aktuellen Auswirkungen.

Insgesamt verbuchen die Veranstalter ein Minus von elf Prozent bei den Direktausstellern. Massiv zurückgegangen sind allerdings die Mitaussteller, also jene Unternehmen, die auf dem Stand eines größeren Unternehmens präsent sind. Mit Microsoft ist zudem ein Branchenriese erstmals nicht auf der ITnT vertreten. "Es schmerzt jede Abwesenheit, erst recht, wenn es sich um ein Schwergewicht handelt", meint Paul Hammerl, Pressesprecher des Messeveranstalters, gegenüber pressetext. Hier sei die derzeitige Finanzkrise samt Verunsicherung zu bemerken. "Dazu kommt die zum Teil fehlende Unterstützung der nationalen Töchter durch die internationalen "Mutterhäuser", so Hammerl. Allerdings weist er auch darauf hin, dass es heuer wieder einige Neuzugänge gibt. In Summe sind Aussteller aus 17 Ländern bei der ITnT vertreten.

Bis einschließlich Donnerstag werden die Aussteller ihre Produkte rund um die bewährten Themen Hardware, Software und Telekommunikation präsentieren. Wie schon im Vorjahr wird bei der ITnT dem Thema IT-Security erneut viel Platz eingeräumt. Aber auch die Problematik des Fachkräftemangels im IT-Bereich wird eine Rolle spielen. "Unternehmen wie Hays sind auf der Suche nach qualifizierten Leuten", berichtet Hammerl. Plattformen wie VITE (Vienna IT-Enterprise) werden gemeinsam mit dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds und dem Zentrum für Innovation und Technologie auftreten und als Drehscheiben für die Bereiche Vernetzung, Förderung, Dienstleistungen und Beratung fungieren.

Als Highlight nennt Hammerl das Matchmaking-Forum der Außenwirtschaft Österreich (AWO) am 27. Jänner. Hier werde Besuchern die Chance geboten, europaweit neue Partner zu finden. Für die Kontaktsuche sowie die Abgleichung der Profile und die Organisation der Kontakt-Termine sorgt dabei die AWO. Wert legen die ITnT-Veranstalter auch heuer auf die Fachvorträge und Diskussionsveranstaltungen im Rahmenprogramm.

"Wir sind überzeugt, dass die ITnT gerade vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung bedeutsame Signale setzen wird", zeigt sich Christian Friedl, Leiter des Geschäftsbereiches Messen bei Reed Exhibitions Messe Wien, optimistisch. Denn besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei der direkte Kontakt zwischen Anbietern und Kunden unverzichtbar. "Wir sehen den Trend, dass sich einige Unternehmen in schlechten Zeiten verstecken und nichts machen. Andere wiederum gehen in die Offensive und nutzen den Vorteil, sich auch in schlechten Zeiten als nachhaltiger Hersteller, Anbieter oder Dienstleister am Markt zu positionieren, Neukunden zu gewinnen und Vertrauen aufzubauen", berichtet Hammerl. (pte)

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