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Defizite in Bekleidungs- und Benimmfragen

17.12.2007 | 13:59 Uhr |

Wie kleidet man sich für das Business-Meeting? Wie verhält man sich beim Geschäftsessen? Wie hält man sich wach im Endlos-Meeting? Das waren die Fragen, die IT-Profis 2007 wirklich beschäftigten.

Wenn man der internen CW-Online-Statistik Glauben schenkt (und es gibt keinen vernünftigen Grund, es nicht zu tun), bestand 2007 unter den Lesern akuter Weiterbildungsbedarf hinsichtlich adäquater Kleidung und angemessener Umgangsformen. Wir haben diejenigen Artikel für Sie zusammengestellt, die im abgelaufenen Jahr im virtuellen Ressort "IT-Etikette" am häufigsten gelesen wurden.

Alle Jahre wieder steht die betriebliche Weihnachtsfeier ins Haus. Neben einem harten Kern von Totalverweigerern ("bin krank, habe einen dringenden privaten Termin, Kind ist krank, Partner muss auf seine Weihnachtsfeier") und Gezwungenen ("aber nur kurz") gibt es Menschen, die sich 1. gerne und 2. regelmäßig auf derartigen Events blicken lassen. Dort sollte man einige Spielregeln beachten, sonst kann die Party ein böses Nachspiel haben. Und noch ein Thema bewegt die Massen zum Jahresausklang: Was darf ich schenken, was muss ich schenken, wen muss ich grüßen, per SMS oder E-Mail? Frohes Fest!

Ach ja, wieder mal Meeting. Ein Dauerbrenner, steter Quell der Freude, Ort der Kontemplation, alles wie gehabt. Chef schon da, hat eh nichts zu tun. Beamer-Setup heute unter vier Minuten, Rekord. Weltjahresbestleistung! Hysterisches Gemurmel. Start. Vielleicht sollte man sich zum Coach für Meetings fortbilden? Jemand hat mal von einem gehört, dessen Schwager sein Bekannter super Meetings macht oder davon im Internet gelesen hat. Oder bei YouTube gesehen. Was kostet eigentlich mobiles Internet im Handy und gibt’s hier UMTS? Kollege links döst, sehr mutig, Profi. Was sagt uns "Alignment"? Hätte ich wenigstens die Zeitschrift mitgenommen. Oder einen Ausdruck von irgendwas. Speisekarte, Kalender, Aris-Charts. Egal. Noch ein Keks mit Schokoglasur übrig. Der letzte der Leckeren. Ohne Schoko ist langweilig. Alert! "Wer macht's?" Nicht nach vorne schauen, nicht auf den Boden. Nicht auf den Boden! Alle Energie auf die Schirme. Nein. Neiinn. OK, lächeln, Zuversicht. "Klar". Bis nächsten Dienstag. Kein Thema. Voll committen. Mein zweiter Vorname ist Commitment. Und Alignment. Kollegen lächeln Kugelschreiber an. Augenkontakt vermeiden. Kugelschreiber, so simpel und doch so gut. Was man mit einer kleinen Feder und einer Mine alles machen kann. Das ist das Haus vom Ni Ko Laus. AAAAA. EEEEE. Toll. Gerade Linie fast auf Anhieb gemeistert. Erfolgserlebnis. Man muss sich mit seiner Arbeit motivieren. Kreis. Kleiner Kreis. Konzentrische Kreise. Zielscheibe. Atompilz. Notebook fällt in Winterschlaf. Beamer auch. Was kostet eigentlich ein guter Beamer für zuhause? Apfelsaft, du flüssiges Gold, Retter in der Not. Das perlt heute aber auch wieder. Immer in Bewegung bleiben. Sekundenschlaf kann böse enden. Was würde man nicht alles für einen Job an der frischen Luft geben, selbst im Winter, wo es schneit. Erstickung. Kalter Schweiß. Aus, nur aus. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt. Tooor, Tooor, Tooor, Tooor! Aus, aus, das Meeting ist aus! Deutschland ist Weltmeister!

  • Computerwoche Survival Guide: Meeting

Sehr geehrte Leserin des "Goldenen Bit", vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Ratgeber "Kurze Röcke, tiefe Einblicke? 10 Kleidungstipps für Business-Frauen". Leider müssen wir ihnen mitteilen, dass die gedruckte Auflage vergriffen ist. Alternativ können wir Ihnen anbieten, den Text im Internet zu lesen und ihn sich gegebenenfalls auszudrucken, um ihn in Zweifelsfragen immer griffbereit zu haben. Dazu klicken Sie bitte mit dem Mauszeiger auf den Menüpunkt "Datei" oben links in der Ecke Ihres Browsers …

  • Pumps oder Plateaustiefel - Was zieh' ich nur an?

Ab einer gewissen Hierarchiestufe finden Geschäftsessen nur noch in Ausnahmefällen bei McDonalds statt. Statt dessen muss man sich unter Aufsicht mit toten Tieren herumplagen, deren Namen, Herkunft und Schnittstellen man nicht kennt. Hummer ist hierfür ein typisches Beispiel, auch wenn er nicht mehr wirklich oft bestellt und serviert wird. Aber schon beim Brot schneiden kann es zu Komplikationen kommen: Man muss es nämlich brechen. Kein Witz! Vertrauen Sie unseren Ratgebern.

Keine ausführliche Einleitung nötig, denn dieser Text hat es in sich. Mehr als 100.000 Klicks im Jahr 2007 sprechen eine deutliche Sprache. Seit August gilt in deutschen Rechenzentren und Helpdesks: Style is back in town.

  • Feiner Zwirn und dunkle Socken – Wie aus Jungen Männer werden

  • Das Quiz mit Stil

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