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IT-Netzwerke: Deutschland droht Fachkräftemangel

Deutschland könnten bis zum Jahr 2008 rund 22.000 Netzwerkspezialisten fehlen. Sollte nicht gegengesteuert werden, würde dies die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum behindern, so eine Studie der IDC.

In Deutschland zeichnet sich einer aktuellen Studie zufolge ein ernstzunehmender Mangel an Fachkräften für Entwicklung und Pflege von IT-Netzwerken ab. Bis zum Jahr 2008 könnten hier zu Lande rund 22.000 Experten mit fortgeschrittenen Netzwerkkenntnissen fehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag in München vorgestellte Studie des Marktforschungsunternehmens IDC , die von dem Netzwerkausrüster Cisco Systems in Auftrag gegeben wurde.

"Die Ergebnisse bedeuten eine ernste Herausforderung für Unternehmen", sagte Cisco-Deutschland-Chef Michael Ganser. Ein solcher Fachkräftemangel behindere letztlich die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum in Europa, da moderne Technologien nicht optimal für den Ausbau der Geschäftsprozesse und die Kundenkommunikation genutzt werden könnten.

Mit der zunehmenden Konvergenz von Netzwerk- und IT-Technologien ändert sich nach Einschätzung von IDC der Fähigkeiten-Katalog für Fachkräfte radikal. Es sei kaum vorstellbar, dass ein Software- Entwickler künftig noch ohne eingehende Kenntnisse von Netzwerken arbeiten könne, hieß es.

Während die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage in Deutschland bis 2008 auf 17 Prozent ansteigen werde, sollen es europaweit mit einer halben Million fehlender Arbeitskräfte über 15 Prozent werden. Im Bereich der Internet-Telefonie gehen die Marktforscher sogar von einer Lücke von 21 Prozent aus.

Neben der Auswertung von Basisdaten wie wirtschaftliche Wachstumsraten, Beschäftigten- und Arbeitslosenzahlen und Anzahl von Absolventen aus Fachschulen und Universitäten hat IDC für die Studie über 950 Technik-Chefs (CIOs, Chief Information Officer) in 31 europäischen Ländern nach ihrem Bedarf an entsprechenden Arbeitskräften befragt.

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