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IT-Experte: "Nexus" größere Bedrohung als Viren oder Hacker

08.05.2003 | 10:40 Uhr |

Nach Ansicht des australischen Professors Bill Caelli, Experte für IT-Sicherheit und Kryptografie, stellt das von Microsoft und anderen Unternehmen entwickelte Sicherheitsprojekt "Nexus" eine weit größere Bedrohung dar, als Viren oder Hacker. Auf einer Konferenz in Sydney griff Caelli Microsoft und Intel scharf an.

Nach Ansicht des australischen Professors Bill Caelli von der Technischen Universität in Queensland und Experte für IT-Sicherheit und Kryptografie, stellt das von Microsoft und anderen Unternehmen entwickelte Sicherheitsprojekt "Nexus" ( wir berichteten ) eine weit größere Bedrohung dar, als Viren oder Hacker. Auf einer Konferenz in Sydney griff Caelli Microsoft und Intel scharf an.

Demzufolge sei der derzeitige Versuch der Inhalte- und Urheberrechtsinhaber-Lobby, die Kontrolle über die Hardware der Anwender zu erlangen, die größte unmittelbare Bedrohung für die Zukunft der Informationstechnologie.

Caelli teilte unserer Schwesterpublikation "Computerworld" auf der "CIO Magazine Conference" in Sydney mit, dass eine Initiative von Microsoft und Intel, die in wenigen Tagen bekannt gegeben werden soll, zum Ziel hat, künftige Intel-basierte Hardware-Systeme urheberrechtlich "dicht" zu machen.

"Ich denke, sie werden ein 'sub-operating System' ankündigen, das für den Anwender nicht mehr zugänglich sein wird. Dieses wird über ein neues Hardware-Add-on in Zusammenhang mit Intel-Prozessoren laufen. Während man Nexus für sichere Anwendungen nutzen kann, wird es auch Digital-Rights-Management-Systeme enthalten", sagt Caelli.

"Technisch vermuten wir, dass Intel mit Microsoft zusammenarbeitet, um einen neuen geschützten Operations-Bereich innerhalb des Pentium-Prozessors oder einem seiner untergeordneten Chips einzuführen. Dieser trägt den Codenamen Ring-0", so Caelli.

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