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ISS wurde von Windows auf Linux umgestellt

11.05.2013 | 12:34 Uhr |

Das auf der Internationalen Raumstation ISS bislang genutzte Windows XP wird nun mit einer Linux-Distribution ersetzt.

Die für die Computer an Bord der ISS verantwortliche United Space Alliance hat das Betriebssystem der dortigen Rechner auf eine Linux-Distribution umgestellt. Als Grund für den Austausch des bislang als OS genutzten Windows XP führt die Agentur die Stabilität und Zuverlässigkeit von Linux an.

Konkret wurden im Rahmen des Umstiegs rund ein Dutzend Laptops an Bord der Internationalen Raumstation mit Debian 6 ausgestattet. Viele weitere Rechner laufen bereits mit RedHat oder Scientific Linux. Demnach befindet sich nun kein Rechner mehr mit dem Microsoft-Betriebssystem an Bord der ISS.

Im Jahr 2008 war es auf dem Laptop eines russischen Kosmonauten auf der ISS zu einer Infektion mit dem Wurm W32.Gammima.AG gekommen. Durch den Umstieg auf Linux seien derartige Gefahren künftig auf ein Minimum beschränkt. Weiterhin begrüßt die United Space Alliance die Möglichkeit, die Rechner bei Bedarf selbst mit Updates und Patches zu versehen. Bei Windows wäre dies in diesem Umfang nicht möglich.

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Dem Umstieg seien umfangreiche Portierungen der auf der ISS genutzten Programme von Windows auf Linux vorausgegangen. Ein Training der Linux Foundation soll die Kosmonauten und Astronauten darüber hinaus mit der Nutzung des freien Betriebssystems vertraut machen.

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