1862602

ISS versehentlich mit Malware infiziert

12.11.2013 | 19:06 Uhr |

Über den USB-Stick eines russischen Raumfahrers gelangte ein Virus auf die Internationale Raumstation.

Der bekannte Sicherheitsexperte Eugene Kaspersky gab im Rahmen einer Presseveranstaltung bekannt, dass die Internationale Raumstation durch den von einem russischen Kosmonauten mitgebrachten USB-Stick mit Malware infiziert wurde. Ob der Virus Einfluss auf die Funktionsfähigkeit der Raumstation hatte, erwähnte Kaspersky leider nicht. Er bestätigte aber, dass es von Zeit zu Zeit Infektionen mit Viren auf der ISS geben würde.

Auch den Zeitpunkt der Infektion verriet der Chef des gleichnamigen Sicherheitsunternehmens nicht. Es ist jedoch zu vermuten, dass der Virus noch vor Mai 2013 auf die ISS gelangte, als die United Space Alliance wichtige Rechnersysteme der Station auf Linux umstellte , um diese stabiler und zuverlässiger zu machen.

Kasperky enthüllte weiterhin, dass ein nicht namentlich erwähntes Atomkraftwerk in Russland mit dem bekannten Schädling Stuxnet infiziert wurde. Auch hier kam es trotz der Tatsache, dass die Systeme der Anlage wie bei der ISS vom Internet getrennt sind, zu einer Infektion.

Nanosatelliten: NASA schießt drei Androiden ins Weltall

Stuxnet ist der wohl bekannteste Schädling der Welt, sollte aber eigentlich nie an die Öffentlichkeit gelangen. Viele Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass die Regierungen von USA und Israel Stuxnet entwickelten, um damit eine Anlage zur Atomanreicherung im Iran außer Betrieb zu setzen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1862602