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IS-Twitterkonten mit Schwulen-Symbolen und Pornos geflutet

16.06.2016 | 10:16 Uhr |

Nach dem Massaker in einem Schwulen- und Lesbenclub in Orlando haben Hacker zahlreiche Twitterkonten von IS-Anhängern in Regenbogenfarben getaucht. Und Fotos von Gays sowie Links zu Gay-Pornos darauf veröffentlicht.

ISIS beziehungsweise IS bleibt Hackers Liebling. Nachdem vor einigen Tagen die Twitterkonten von IS/ISIS-Anhängern und -Sympathisanten mit heterosexuellen Pornos geradezu überflutet wurden, überrollen nun Gay-Bilder und -Flaggen die Twitterkonten des islamistischen Terrorstaates. Die „Gay-Offensive“ ist eine Reaktion auf das schreckliche Attentat eines IS-Einzelgängers auf einen Schwulen- und Lesbenclub in Orlando, Florida. Bei dem Massaker starben 49 Menschen, sowohl Microsoft als auch Apple gedachten bei ihren Events Montagnacht den Opfern.

Hm, das schmeckt.
Vergrößern Hm, das schmeckt.

Auf Dutzenden von IS-Twitterkonten ist nun die Regenbogenfarbe der Schwulen- und Lesbenbewegung zu sehen. „Ich bin schwul und stolz darauf“ steht unter anderem auf den IS-Seiten. Ein ebenfalls auf einem IS-Twitter-Konto veröffentlichtes Foto zeigt zwei Männer, die mit ihren Zungen genussvoll an rosa Lutschern in Penis-Form lecken - dieses Twitterkonto war bei Redaktionsschluss noch verfügbar. Und natürlich gibt es auch zahlreiche Links zu Gay-Porno-Videos auf den IS-Twitterkonten. Auf das direkte Posten von Gay-Porno-Fotos und -Videos auf den gehackten Twitterseiten verzichteten die Angreifer jedoch, offensichtlich um die religiösen Gefühle von Moslems nicht zu verletzen.

Pornos auf IS-Twitterseiten
Vergrößern Pornos auf IS-Twitterseiten

Twitter hat mittlerweile einige der von den Hacks betroffenen IS-Konten gesperrt. Allerdings dürfte das keine Folge der Hackerangriffe sein, sondern die Sperrung erfolgte sicherlich deshalb, weil Twitter generell IS-Twitter-Konten abschaltet, sobald es diese entdeckt.
Mindestens einer der Hacker namens WauchulaGhost, der nach dem Massaker am Sonntag damit begann die IS-Twitterkonten in Regenbogenfarben zu tauchen, ist dem Umfeld des Hackerkollektivs Anonymous zuzurechnen. Er schrieb als Begründung für sein Tun: „Ich tat das für die Leben, die in Orlando verloren gingen. Daesh (damit ist der IS gemeint) hat die Attacke verbreitet und gelobt, also dachte ich, dass ich diejenigen verteidigen müsse, die verloren wurden. Das Töten Unschuldiger wird nicht toleriert“, zitiert die Huffington Post den Hacker.

WauchulaGhost behauptet 258 Twitterkonten von IS-Anhängern gekapert zu haben. Diese schmückte er dann mit seinen Gay-Fotos, Parolen und Links. WauchulaGhost teilte der Huffingtonpost mit, dass er noch mindestens fünf Mitstreiter habe.

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