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IS-Anhänger drohen Mark Zuckerberg und Jack Dorsey

25.02.2016 | 13:11 Uhr |

IS-Anhänger haben den CEOs von Facebook und Twitter gedroht. Ein Video zeigt die von Einschüssen durchlöcherten Fotos von Zuckerberg und Dorsey.

IS-Anhänger bedrohen Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Twitter-Boss Jack Dorsey, wie die Technikseite Vocative berichtet. Die Hackergruppe "The Sons oft the Caliphate Army" (Söhne der Armee des Kalifats – mit Kalifat ist das von der IS in Syrien und dem Irak eroberte Gebiet gemeint) hat am Dienstag über den Messenger Telegram ein 25 Minuten langes Video veröffentlicht, das zeigt, wie Fotos der beiden Unternehmens-Chefs von Flammen verschlungen werden. Außerdem wurde auf die Fotos geschossen. Das Video ist mit „Flames of the Supporters" betitelt. Der Telegram Messenger ist offensichtlich ein bevorzugtes Werkzeug der IS zum Informationsaustausch.

Offensichtlich zogen die beiden CEOs den Hass der IS-Anhänger auf sich, weil sie auf ihren jeweiligen Social-Media-Plattformen Hinweise und Werbung für die Terrorgruppe IS verfolgen und entfernen. So löscht beispielsweise Twitter immer wieder Nutzer-Konten, mit denen IS/ISIS neue Anhänger zu gewinnen sucht. Twitter ist bei den IS-Anhängern eine beliebte Plattform zum Informationsaustausch und für die Rekrutierung von Sympathisanten und Unterstützern. Seit Mitte 2015 will Twitter mehr als 125.000 Terror-verdächtige Konten gesperrt haben.

Facebook wiederum löschte das Profil von Tashfeen Malik, einem der beiden Attentäter von San Bernardino. Das FBI scheiterte übrigens bis jetzt daran, das iPhone 5C eines der beiden Bernardino-Attentäter zu knacken und will deshalb von Apple erreichen, dass Apple der US-Bundespolizei Zugang zu dem verschlüsselten iPhone gewährt. Darüber ist ein heftiger Streit zwischen Apple und dem FBI ausgebrochen, in den sich auch der bizarre John McAfee eingeschaltet hat.

Beide Social-Media-Plattformen arbeiten zudem eng mit den Sicherheitsbehörden zusammen, um terroristische Aktivitäten aufzuspüren und zu unterbinden.

Mit dem Video wollen die IS-Anhänger auch demonstrieren, dass sie weiterhin Zugang zu Facebook- und Twitterkonten haben. Die „Söhne der Kalifat-Armee“ verspotten Facebook und Twitter wegen deren (vergeblicher) Löschbemühungen: „Wenn ihr ein Konto schließt, eröffnen wir zehn neue. Bald werden eure Namen ausgelöscht sein, nachdem wir eure Seiten zerstört haben“, so die IS-Hackergruppe. Angeblich würde IS noch mehr als 10.000 Facebook-Konten, 150 Facebook-Gruppen und mehr als 5000 Twitter-Profile kontrollieren, wie die IS-Hacker in dem Video prahlten.


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