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Microsoft zahlt 7,5 Millionen Dollar für IPv4-Adressen-Reste

25.03.2011 | 14:59 Uhr |

Dass die IPv4-Adressen zur Neige gehen ist kein Geheimnis. Trotzdem hat Microsoft überraschend tief in die Tasche gegriffen für rund 650.000 IP-Adressen.

Dem Adressplan IPv4 gehen die Adressen aus , die letzten beiden großen IPv4-Adress-Blöcke wurden vor kurzem vergeben. IPv4 stellt rund vier Milliarden (4000000000) IP-Adressen für Internet-fähige Geräte bereit. Der Nachfolger IPv6 soll wesentlich mehr, nämlich 340.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Adressen bereitstellen. Allerdings gibt es von diesem Nachfolger bislang noch nicht einmal ein offizielles Einführungsdatum.
 
Microsoft hat nun dem bankrotten Telefonhardware-Hersteller Nortel 7,5 Millionen Dollar für 666.624 IPv4-Adressen geboten . Das enstpricht einem Stückpreis von 11,25 Dollar. 470.000 Adressen davon sollen für Microsoft sofort verfügbar sein. Beobachter sehen in der Kaufaktion den wachsenden Wert der schwindenden IP-Adressen.
 
Was macht Microsoft mit den eingekauften Adressen? Einige spekulieren, dass das US-Unternehmen sie später gewinnbringend weiterverkaufen wolle. Andere wundern sich nur, warum die Adressen nicht zurück fließen in einen gemeinsam nutzbaren Pool. Gerichtsdokumenten zufolge hat Nortel schon Ende 2010 mit dem Verkauf von IPv4-Adressen begonnen.

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