08.12.2011, 09:57

Hans-Christian Dirscherl

IPCom mahnt Händler ab

HTC droht völliger Verkaufsstopp in Deutschland

Das HTC Desire HD ist ein 3G-Smartphone ©HTC

Für HTC wird es langsam eng: IPCom verschickt Abmahnungen an IT- und TK-Händler, damit diese keine Smartphones von HTC mehr verkaufen. Grundlage ist die Patentklage von IPCom gegen HTC wegen der 3G-Technik.
Der Patentrechteverwerter IPCom hat HTC vor dem Landgericht Mannheim verklagt: IPCom will den Verkauf von HTC-Smartphones mit UMTS-Technologie verbieten lassen, weil HTC dafür eine oder mehrere Technologie(n) verwenden würde, die sich IPcom patentrechtlich habe schützen lassen. Der Klage werden durchaus Chancen eingeräumt, HTC hat zuletzt sogar seine Berufung gegen die Klage zurückgezogen.
Jetzt geht IPCom aber einen Schritt weiter: Das Münchner Unternehmen hat laut einem Bericht des Patentexperten Florian Mueller damit begonnen, Einzelhändler und ITK-Händler anzuschreiben. IPCom fordert in seinen Abmahnschreiben, dass die angeschriebenen Unternehmen ab sofort keine Smartphones von HTC mehr verkaufen, die von der Patentklage betroffen sind, sprich: Die UMTS-Technologie/3G unterstützen. Zudem habe IPCom vor dem Landgericht Mannheim beantragt, dass das Gericht jeden Patentverstoß von HTC mit einer Geldstrafe von 250.000 Euro belegen soll oder alternativ eine Haftstrafe anordnet.
Der Ball liegt nun bei den Händlern: Verzichten sie auf das lukrative Weihnachtsgeschäft mit HTC-Smartphones oder gehen sie das Risiko ein und verkaufen weiterhin HTC-Geräte mit 3G-Support?
Es sind harte Zeiten für HTC: Für November 2011 musste das taiwanische Unternehmen einen Umsatzrückgang um 30 Prozent melden, wie der taiwanische Branchendienst Digitimes berichtet.
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
1215101
Content Management by InterRed