IP-Telefonie

Firmen kommen auf den Geschmack von Skype

Freitag den 28.03.2008 um 13:34 Uhr

von Christian Löbering

Skype als Einstieg in die IP-Telefonie? Eine neue Studie zeigt, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen den teilweise kostenlosen Dienst zu schätzen lernen.
Die Studie des Berliner Marktforschungsinstitutes Berlecon und der Fraunhofer Gesellschaft hat gezeigt, dass mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen für die kommenden zwölf Monate einen verstärkten Einsatz von IP-Voice- und Video-Technologien planen, um die interne Kommunikation unter Kollegen sowie die Kontaktpflege mit Kunden und Partnern zu verbessern.

Ein Drittel der befragten Firmen nutzen bereits Telefonkonferenzen, während weitere 40 Prozent regelmäßige IP-Konferenzen für die Zukunft planen. Zwei Drittel der Unternehmen, die bereits auf diese Weise kommunizieren, halten wöchentlich mindestens eine Sprachkonferenz ab, und 60 Prozent rechnen mit einer weiteren Zunahme von Sprachkonferenzen in ihrer Firma in den nächsten zwölf Monaten.

Beim Einsatz von Videokonferenzen ergibt sich ein ähnliches Muster. Obwohl es sich hierbei um eine relativ neue Anwendung handelt, sehen mehr als 40 Prozent die Vorteile einer geschäftlichen Nutzung von Videokonferenzen. Skype-interne Daten legen zudem nahe, dass mittlerweile 30 Prozent aller Skype-Anrufe Videodaten enthalten.

Bei kleineren Unternehmen manifestiert sich somit ein deutlicher Trend dahingehend, dass Sprach- und Videokonferenzen sowohl intern als auch für die Kommunikation mit bestehenden und potenziellen Kunden verstärkt genutzt werden. Als wichtigste Vorteile von Telefonkonferenzen werden geringere Aufwendungen für Geschäftsreisen, eine einfachere und verbesserte Kommunikation sowie Kosteneinsparungen genannt. Im Falle von Videokonferenzen spielt zudem die nonverbale Kommunikation über Mimik und Körpersprache eine ganz wesentliche Rolle.

Viele der befragten Unternehmer, die derzeit noch keine Videokonferenzen abhalten, gaben an, dass sie diese Möglichkeit eher nutzen würden, wenn sie in besserer Qualität und zu geringeren Kosten verfügbar wäre. Offensichtlich greifen viele Firmen deshalb zunächst auf Skype zurück, um sich mit IP-Telefonie und Videokonferenzen anzufreunden. Die Studie wurde unter einer nicht genannten Anzahl an europäischen Unternehmen unterschiedlicher Größen von Skype durchgeführt. (jp)

Freitag den 28.03.2008 um 13:34 Uhr

von Christian Löbering

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