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Online-Kriminelle eröffnen eigene Rechenzentren

23.12.2009 | 15:53 Uhr |

Botnet-Betreiber, Spammer und andere Online-Kriminelle reagieren auf den Druck von Ermittlungsbehörden auf ihre Weise. Werden ihnen die hilfsbereiten Provider abgeklemmt, machen sie eben eigene virtuelle Rechenzentren auf.

In den letzten Jahren haben sich Online-Kriminelle gerne der Dienste solcher Provider bedient, die nicht so genau hin schauen, was ihre Kunden so treiben. Doch Sicherheitsunternehmen und Ermittlungsbehörden haben bereits einige der willfährigen Provider, wie etwa im Fall McColo , abgeklemmt. Online-Kriminelle verschaffen sich daher eigene IP-Adressräume und machen virtuelle Rechenzentren auf.

IP-Adressen sind ein rares Gut geworden, denn der Adressraum von IPv4 ist begrenzt und der wachsende Bedarf an IP-Adressen in Schwellenländern verstärkt dieses Problem. Umso schlimmer ist es also, wenn es Online-Kriminellen immer wieder gelingt, sich ganze Blöcke von etlichen 1000 IP-Adressen zu sichern und diese für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Sind die Adressen nicht mehr nutzbar, weil große Provider den Datenverkehr von und zu diesen Adressen blockieren, werden Rechnungen nicht mehr bezahlt und die Adressen verfallen. Die derart frei werdenden Adressen sind jedoch nicht einfach wieder für legitime Zwecke anderer Interessenten nutzbar. Bis die Blockaden gelöst sind, kann eine längere Zeit vergehen, in der diese Adressen praktisch fehlen.

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