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IM+ lässt das iPhone skypen

Webapplikationen, die über den Safari-Browser des iPhones ausgeführt werden, sind bislang die einzige Möglichkeit, dem Apple-Handy Funkionen hinzuzufügen. Der Softwarespezialist Shape Services hat jetzt ein solches Widget vorgestellt. Mit IM+ for Skype kann der Nutzer eines iPhones Skype-Telefonate führen. Ein anderer Weg, den SIM-Lock des Smartphones zu umgehen, ist der Einsatz einer Turbo SIM Card.

Streng genommen darf das iPhone nicht als Smartphone bezeichnet werden, fehlt ihm doch ein offenes oder zumindest über APIs erweiterbares Betriebssystem, wie bei Symbian, Linux oder Windows Mobile. Zwar basiert seine Oberfläche auf einem verschlankten Mac OS X-Kernel, doch die einzige Möglichkeit, die Apple zur Erweiterung des Systems einräumt, sind Widgets: via Javascript, AJAX und CSS programmierte Applikationen, die über den Safari-Browser des iPhones ausgeführt werden. Eine solche hat jetzt die deutsche Softwareschmiede Shape Services GmbH in einer Beta-Version vorgestellt, die IM+ for Skype .

Die Software IM+ for Skype ist eine Webapplikation, die Skype-Telefonate mit dem iPhone ermöglicht. Sie wird über den Safari-Browser unter www.skypeforiphone.com aufgerufen und orientiert sich bei Design und Bedienung an den nativen Programmen des Apple-Handys. Bei der Benutzung von IM+ for Skype fallen für alle Gespräche Kosten an, auch bei Anrufen zwischen Skype-Teilnehmern. Dafür ist der Anwender nach Aussage des Unternehmens frei in der Wahl des Netzes, egal ob WLAN oder Mobilfunk. Dass Verbindungen über das Mobilfunknetz auch in Deutschland möglich sind, darf bezweifelt werden, haben doch die Mobilfunkbetreiber hierzulande die Nutzung von VoIP-Diensten ausdrücklich untersagt.

Während die eine Seite fleißig Web-Anwendungen entwickelt, suchen andere nach neuen Möglichkeiten, den SIM-Lock des iPhones zu knacken, um das Gerät auch mit SIM-Karten anderer Netzbetreiber nutzen zu können. Apple hat mit dem Netzbetreiber AT&T einen zweijährigen Exklusivvertrag abgeschlossen und erlaubt die Nutzung des iPhones nur mit einer SIM-Karte des Anbieters. Man erwartet, dass das iPhone auch in Deutschland nur über einen Netzbetreiber und mit SIM-Lock angeboten wird, wenn es gegen Ende diesen Jahres erscheint.

Eine Möglichkeit, die Sperre zu umgehen, bietet der tschechische Händler BLADOX an. Mit Hilfe einer sogenannten Turbo SIM Card lassen sich neben AT&T auch andere Netzbetreiber nutzen. Auf die SIM-Karte lassen sich zusätzliche Informationen schreiben, dann wird sie mit der Original-SIM in das Telefon gesteckt. AT&T's SIM-Karte liefert die Identifikationsnummer, die Turbo-SIM Zugang zu einem x-beliebigen Netzbetreiber. Dieser Hack beinhaltet jedoch eine Öffnung des Gerätes sowie das Aufspielen, Editieren und Ausführen von Software, ist also nur etwas für Experten. Die Turbo SIM Card wird für 59 Euro angeboten.

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