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Cloud Computing ist so revolutionär wie einst Stromnetze

09.04.2010 | 10:15 Uhr |

Der Trend zum Cloud Computing wird die IKT-Wirtschaft ähnlich revolutionieren wie einst der Übergang von lokaler Stromerzeugung zu flächendeckenden Stromnetzen die Industrie.

Diesen Vergleich hat Stephan de Haas, VP Systems Integration bei T-Systems im Rahmen des 14. Österreichischen IT-Forums "Strategien der Zukunft" angestellt. Demnach befindet sich die IT aktuell in einem massiven Umbruch.

Cloud statt eigener "IKT-Produktion"

Immer mehr Unternehmen aus diversen Bereichen werden zu IT-Service- und auch Infrastruktur-Anbietern. In diesem Zusammenhang verweist de Haas beispielsweise auf Google, das sich vom Suchanbieter längst zum Online-Service-Riesen gewandelt hat ebenso wie Amazon, das neben Shopping inzwischen auch Services wie die Elastic Compute Cloud (EC2) oder das Simple Storage Service (S3) bietet.

Insgesamt geht der Experte davon aus, dass durch solche und ähnliche Angebote innerhalb des kommenden Jahrzehnts die IKT dramatisch verändern werden. Denn ähnlich wie bei Unternehmen einst eigene Generatoren Stromnetzanschlüssen gewichen sind, werde immer mehr die Integration verfügbarer IKT-Angebote die eigene "IKT-Produktion" verdrängen. Das verspricht letztendlich Kosteneinsparungen und gleichzeitig eine größere Flexibilität.

Cloud als Top-Trend

Auf der vom IT-Marktforschungs- und Dienstleistungsunternehmen L.S.Z Consulting organisierten Veranstaltung hat nicht nur de Hass mit dem Vortrag "IT auf Wolke Sieben" die Bedeutung des Cloud Computing unterstrichen. So hat Christian Polster, Leiter Global Operations CEE bei Siemens IT Solutions and Services über die Cloud als IT-Outsourcing-Trend gesprochen, während Virtualisierungs-Spezialist VMware die Vorteile einer Private Cloud für Unternehmen diskutiert hat.

(pte)

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