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IG Metall befürchtet bei Siemens Enterprise Networks zweiten BenQ-Fall

23.10.2006 | 08:53 Uhr |

Bei der zum Verkauf stehenden Siemens Enterprise Networks befürchtet die IG Metall eine ähnliche Entwicklung wie bei der vor Massenentlassungen stehenden früheren Siemens-Handysparte BenQ Mobile.

"Bei Enterprise Networks läuft die gleiche Sache ab wie bei BenQ Mobile", sagt der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer, in einer Vorabveröffentlichung der Zeitschrift "Euro am Sonntag". Siemens sucht derzeit nach einem Käufer für das defizitäre Unternehmen, das Anfang Oktober aus der Telekommunikationssparte Com des Konzerns ausgegliedert wurde.

Laut Neugebauer muss Siemens mit erheblichem Widerstand von Gewerkschaft und Mitarbeitern rechnen. "Rückstellungen für Sozialpläne oder Rücklagen für die Altersvorsorge der Beschäftigten müssen hier beispielsweise einem Treuhänder übergeben werden", sagte er. Auch die Handysparte hatte Siemens vor ihrem Verkauf an den taiwanischen Konzern BenQ in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert. Jetzt werden 1900 der insgesamt rund 3000 Stellen bei BenQ Mobile in Deutschland gestrichen.

Neugebauer erwartet auch Entlassungen beim IT-Dienstleister Siemens SBS. "Die Beschäftigung wird auch hier wohl noch massiv heruntergefahren." Derzeit hat SBS rund 15.000 Beschäftigte in Deutschland. (dpa/tc)

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