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IFPI meldet sinkende illegale P2P-Downloads

21.07.2005 | 14:35 Uhr |

Das rechtliche Vorgehen gegen P2P-Nutzer, die urheberechtlich geschütztes Material tauschen, zeigt nach Ansicht der IFPI erste Erfolge.

Der Musikverband IFPI zeigt sich zufrieden mit den Folgen, die das juristische Vorgehen gegen P2P-Nutzer in Deutschland hat. So sank laut Verband die Zahl der illegal herunter geladenen Musiktitel hier zu Lande von 600 Millionen im Jahr 2003 auf 382 Millionen im Jahr 2004. Zugleich habe die Nutzung legaler Musikangebote zugenommen, so die IFPI.

In Deutschland wurden laut Verband bislang 1300 Verfahren gegen Privatpersonen angestrengt. Wie viele davon abgeschlossen sind, wurde nicht mitgeteilt. Bei den abgeschlossenen Verfahren mussten die Betroffenen durchschnittlich 4000 Euro Schadenersatz und Kostenerstattungsansprüche leisten.

International betrachtet stieg die Zahl der in P2P-Börsen angebotenen Titel von Januar bis Juni dieses Jahres um drei Prozent auf 900 Millionen. Dass aber im gleichen Zeitraum die Zahl der Haushalte mit Breitbandanschluss um 13 Prozent zunahm, zeige, dass insgesamt weniger Anwender illegal Dateien per Internet tauschen, so die IFPI. Dieser Ansicht folgend ist also jeder Nutzer eines Breitbandanschlusses aus Sicht der IFPI ein potenzieller Raubkopierer.

Im Bereich der legalen Musik-Downloads wurden laut IFPI im ersten Halbjahr 2005 180 Millionen Musiktitel erworben. Dies entspricht einem Anstieg um über 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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