163580

IFPI macht weiter Druck

15.11.2005 | 11:31 Uhr |

Der internationale Tonträgerverband IFPI will weiter Druck auf Tauschbörsen-Nutzer ausüben. Dazu beitragen soll eine spezielle Software, die P2P-Anwendungen vom PC putzt sowie Rechtsverfahren in fünf weiteren Ländern.

Seit Ende September bietet die IFPI mit dem " Digital File Check " eine Software zum Download an, die den PC des Anwenders nach Tauschbörsen-Anwendungen durchsucht und diese blockt beziehungsweise löscht. Auf Wunsch, so die IFPI, können auch alle zum Herunterladen freigegebenen Ordner entfernt werden. Die Software wird flankiert von einer Informationsbroschüre mit dem Titel " Copyright und Sicherheitsrichtlinien für Unternehmen ".

Nach Angaben der IFPI wurde das Tool, das auch von der GVU angeboten wird, in Deutschland bislang mehrere tausend Mal herunter geladen. Damit zeige sich, so der Verband: "Immer mehr Menschen wenden sich von illegalen Musikangeboten ab und legalen Diensten zu."

In Deutschland wurden laut IFPI bislang mehr als 2000 Strafanzeigen gegen Nutzer von P2P-Börsen gestellt. Die zivilrechtlichen Vergleiche schlossen mit durchschnittlich 3000 Euro ab, so die IFPI. Vergleichbare Verfahren sollen ab sofort auch in Argentinien, Hong Kong, Singapur, Schweden und der Schweiz gestartet werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
163580