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IFPI: Zahl der illegalen Musik-Downloads zurückgegangen

12.04.2005 | 13:42 Uhr |

Die deutschen Phonoverbände sehen etwas zuversichtlicher in die Zukunft: Ergebnissen der Brennerstudie 2004 zufolge wurden weniger Musiktitel illegal per Internet herunter geladen. Mit ein Grund für den Rückgang ist laut IFPI die juristische Verfolgung der Anbieter von urheberrechtlich geschützten Titeln.

Die Zahl der per Internet illegal herunter geladenen Musiktitel nimmt ab. Dies ist ein Ergebnis der "Brennerstudie 2004" der GfK, wie der Bundesverband der phonografischen Industrie ( IFPI ) heute mitteilte. Demnach reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 200 Millionen Stück auf insgesamt 383 Millionen Titel.

Den Rückgang erklärt sich der Verband mit dem Start legaler Alternativen im Netz sowie der juristischen Verfolgung von Personen, die urheberrechtlich geschützte Titel im Internet anbieten. Seit Oktober 2004 wurden laut IFPI 401 neue Verfahren eingeleitet, insgesamt beträgt die Zahl der Verfahren seit März 2004 569. Damit liegt Deutschland, was die Zahl der Verfahren angeht, laut Verband derzeit hinter den USA auf Platz 2.

Laut IFPI stammen die Verdächtigen aus allen Alters- und Gesellschaftsgruppen. "Es handelt sich um Lehrer, Mediziner, Auszubildende, Mechaniker - sogar ein Richter ist darunter", so der Verband. Die Schadenersatzzahlungen lagen bislang zwischen 1200 und 15.000 Euro, im Schnitt waren es laut Verband 4000 Euro.

Die Niederlande, Finnland, Irland, Island und Japan werden laut IFPI ab heute ebenfalls damit beginnen, rechtlich gegen Personen vorzugehen, die Musiktitel illegal per Internet anbieten.

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