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IFPI: Digitale Musik gleicht Umsatzeinbrüche bei CDs nicht aus

17.01.2007 | 16:31 Uhr |

Die Vereinigung der Musikindustrie IFPI hat eine Studie zum Markt für digitale Musik veröffentlicht. Demnach sei dieser Business-Bereich zwar erfolgreich und mittlerweile für rund 10 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes mit Musik verantwortlich, die Verluste aus sinkenden Verkaufszahlen bei CDs werden jedoch nicht wett gemacht.

Die IFPI hat den " Digital Music Report 2007 " veröffentlicht. Darin geht der Verband auf Marktdaten im Bereich digitale Musik ein. Demnach wurde im Jahr 2006 in diesem Segment ein Umsatz in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar erzielt, Musik-Downloads auf Handys sind in diesen Zahlen berücksichtigt. Damit macht der Verkauf von digitalen Titeln bereits 10 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Musik aus. Dennoch, so die IFPI, reiche dies nicht aus, um die Umsatzrückgänge wegen sinkender Verkaufszahlen bei CDs auszugleichen. Als größte Bedrohung für den Markt für digitale Musik wird weiterhin die Piraterie genannt.

Allerdings ist sich die IFPI sicher, durch juristische Aktionen gegen Anwender - im Jahr 2006 waren es 10.000 Klagen in 18 Ländern - die Piraterie über P2P-Börsen in Europa zumindest etwas eingeschränkt zu haben. Laut Verband sei das Vorgehen gegen Einzelanwender nur die zweitbeste Lösung. In Zukunft will die IFPI verstärkt darauf wirken, dass die ISPs Maßnahmen gegen Piraterie einleiten. Auch rechtliche Schritte wären dabei denkbar, so der Verband.

Verbesserungsmöglichkeiten sieht der Verband bei Nutzern von MP3-Playern. Laut Report nutzen derzeit 14 Prozent der Besitzer hauptsächlich kostenpflichtige Dienste, um ihre Player zu füllen, ebenfalls 14 Prozent bedienen sich bei kostenlosen Angeboten oder Tauschbörsen. Woher die übrigen 72 Prozent ihre Titel für unterwegs haben, verrät die IFPI nicht. Allerdings ist es durchaus möglich, seinen Player legal zu füllen, ohne illegal Songs herunter zu laden. Beispielsweise durch das Rippen der alten CD-Sammlung oder das Aufzeichnen von Web-Radiostationen.

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