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IFPI Austria zufrieden mit "Aktion scharf"

07.06.2005 | 15:16 Uhr |

Nicht nur in Deutschland müssen Filesharer mit Klagen seitens der Musikindustrie rechnen, auch in Österreich versucht die IFPI Austria mittlerweile verstärkt, rechtlich gegen den illegalen Tausch von urheberrechtlich geschützten Dateien vorzugehen. Jetzt hat der Verband eine erste Zwischenbilanz gezogen und zeigt sich zufrieden.

Seit rund acht Monaten müssen auch Anwender in Österreich, die unerlaubt urheberrechtlich geschützte Inhalte per Internet tauschen, mit Klagen seitens der Industrie rechnen. Der dortige Dachverband IFPI Austria hat nun eine erste Zwischenbilanz der "Aktion scharf" gezogen und zeigt sich zufrieden.

Demnach wurden bislang 200 Verfahren gegen Privatpersonen eingeleitet, in 120 Fällen kam es zu außergerichtlichen Einigungen. Die Kosten- und Schadenersatzzahlungen lagen in diesen Fällen laut Verband bei bis zu 5500 Euro. In den übrigen Fällen wurden zivilrechtliche Verfahren angestrengt.

Der Erfolg der Aktion steht für den Verband außer Frage. Demnach konnte im Vergleich zum ersten Quartal 2004 im aktuellen Quartal bei Anwendern unter 20 Jahren ein Rückgang beim illegalen Filesharing um 40 Prozent festgestellt werden, bei Betrachtung aller Internet-Nutzer spricht der Verband von einem Rückgang von 26 Prozent.

Diese Zahlen basieren laut IFPI Austria auf Ergebnissen von Austria Internet Monitor, einer Eigenstudie des Marktforschungsinstituts Integral. Hierbei wird allerdings lediglich die Gesamtzahl der Personen ermittelt, die Musik per Internet herunter lädt. Eine Unterscheidung legal/illegal findet laut IFPI Austria nicht statt. Allerdings sei im gleichen Zeitraum die Zahl der Nutzer von legalen Musik-Shops im Netz von 50.000 auf 200.000 gestiegen. "Die Rückgänge gehen daher zu Lasten der Tauschbörsen", so der Verband.

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