111912

Zoll verfolgt Patentrechtsverletzungen auf der Messe

31.08.2008 | 14:52 Uhr |

Seit Freitag sind auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin rund 220 Beamte im Rahmen einer Razzia im Einsatz. An den bisherigen drei Messetagen sind dabei vier Lastwagen-Ladungen mit 131 Fernsehgeräten, 122 MP3-Player und 43 Autoradios sichergestellt worden.

Das bestätigte Norbert Scheithauer, Sprecher des Berliner Zollfahndungsamtes. Neben Unterhaltungselektronik seien bei der Aktion auch zahlreiche Prospekte und „kistenweise Flyer“ konfisziert worden. Gestern machten sich wieder 187 Zollbeamte und 27 Bundespolizisten in den Messehallen auf die Suche nach Elektrogeräten, für deren Produktion die Hersteller keine Patentrechte erworben haben. Nach Scheithauers Aussagen kommen die betroffenen Unternehmen vor allem aus Asien sowie Nord- und Südeuropa. Im Rahmen der diesjährigen Messe seien bereits 69 Durchsuchungsbeschlüsse umgesetzt und Strafverfahren gegen die Produktpiraten eingeleitet worden. Ähnliche Einsätze wurden bereits auf der IFA 2007 und auf der CeBIT in Hannover durchgeführt.

Nach Angaben des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg hatte es im Vorfeld der IFA 69 Anzeigen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Patentrecht gegeben. Besonders beliebt bei den Plagiat-Herstellern seien TV-Geräte, MP3-Player und Empfänger für digitales Antennenfernsehen.

Bis zum kommenden Mittwoch präsentieren 1250 Hersteller ihre Neuheiten in den Berliner Messehallen. Dabei sind in diesem Jahr neben Unterhaltungselektronik auch erstmals Haushaltsgeräte vertreten. Die IFA hat täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Tageskarten kosten 14 Euro, ermäßigt 10 Euro. An den sechs Messetagen rechnen die Veranstalter mit rund 200.000 Besuchern, knapp die Hälfte davon sind Fachbesucher.

0 Kommentare zu diesem Artikel
111912