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IFA: Seit 40 Jahren gibt es das Farbfernsehen

Willy Brandt drückte vor 40 Jahren auf der 25. Großen Deutschen Funkausstellung den „farbigen TV-Knopf“.

Am 25. August 1967 war es soweit, das deutsche Fernsehen wurde bunt. Vizekanzler Willy Brandt startete mit einem symbolischen Knopfdruck auf der 25. Großen Deutschen Funkausstellung in Berlin die Ausstrahlung des Farbfernsehens in Deutschland. Die Sendung „Der Goldene Schuss" eröffnete das Farbfernseh-Programm. 32 Jahre nach dem Start des ersten regelmäßigen Fernsehprogramms war die bis dahin spektakulärste Innovation marktreif: das Farbfernsehen. Professor Walter Bruch legte mit seiner Entwicklung des PAL-Verfahrens, das bereits 1963 patentiert wurde, den technischen Grundstein dafür.

PAL steht für Phase Alternating Line, auf Deutsch: Phasenänderung pro Zeile. Deutschland war 1967 das erste europäische Land mit Farbfernsehen. Die USA, Japan und Kanada hatten zuvor schon auf Farbe umgestellt. Damals konkurrierten drei Farbfernseh-Systeme um die Gunst der Entscheidungsgremien: PAL, Secam und NTSC. Mitte August 1967 waren 28 Farbfernseh-Gerätetypen von 15 Firmen im Markt. Die Preise lagen zwischen 2.350 und 2.700 DM, waren aber noch günstig im europäischen Vergleich.

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