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IFA: Raumklang aus nur zwei Lautsprechern

Raumklang ist eine feine Sache, doch scheitert das Vergnügen nicht selten an familiärem Widerstand. Der Wunsch nach dreidimensionaler Beschallung macht sechs Lautsprecher erforderlich: zwei vorne, zwei hinten, dazu einen Center und einen Subwoofer. Da stößt manches Wohnzimmer an seine Kapazitätsgrenze. Die Idee, die Ohren zu überlisten und Raumklang mit deutlich weniger Boxen zu erzeugen, ist nicht ganz neu. Doch auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin (bis 7. September) werden nun endlich Lösungen vorgestellt, die auch klanglich überzeugen können.

Bekanntester Platzsparer der Branche ist der Hersteller Bose . Sein schon im Markt etabliertes System 3-2-1, das mit zwei kleinen Lautsprechern und einem Bassmodul auskommt, wird zur IFA in überarbeiteter Form präsentiert. Doch die trickreichen Amerikaner sehen sich wachsender Konkurrenz der großen Elektronikkonzerne ausgesetzt. Philips hat das lifestylige Ensemble HTS 8010 S für 800 Euro entwickelt, das ebenfalls aus zwei kleinen Satelliten und einem kompakten Subwoofer "echten Mehrkanal-Sound" zu zaubern verspricht. Auch Denon startet eine neue Virtual-Surround-Offensive.

Mit dem bisherigen Verkaufserfolg ihrer vor zwei Jahren lancierten 2.1-Heimkino-Systeme waren die Japaner nicht recht zufrieden. Jetzt sollen die brandneuen Anlagen S-101 für 1199 Euro und S-301 für 1799 Euro die Wende bringen. "Die Lautsprecher wurden in Deutschland entwickelt und klingen jetzt viel besser als vorher", sagt Denon-Sprecher Achim Schulz. Zudem verfügen die zentralen Steuereinheiten beider Sets neben dem DVD-Laufwerk über zahlreiche Schnittstellen, unter anderem für den Ipod von Apple.

Beide Denon-Geräte bedienen sich der Virtual-Speaker-Technologie des Soundspezialisten Dolby, die das Mehrkanalsignal mit aufwendigen Rechenverfahren (Algorithmen) für die kleinere Boxengruppe aufbereitet.

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